Allgemeine Informationen über Adenomyose
Die Adenomyose ist eine gutartige, aber die Lebensqualität stark einschränkende gynäkologische Erkrankung, die dadurch gekennzeichnet ist, dass das Endometriumgewebe, das die Innenfläche der Gebärmutter auskleidet, in die Muskelschicht der Gebärmutter (Myometrium) einwächst und sich dort einnistet. Dieser Zustand führt zu einer vergrößerten Gebärmutter, übermäßig starken und geronnenen Menstruationsblutungen sowie starken, krampfartigen Schmerzen (Dysmenorrhoe) während der Menstruation. Die Adenomyose, die typischerweise bei Frauen im Alter von 35 bis 50 Jahren auftritt, wird in der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Çakırtepe-Krankenhauses mit modernen Methoden diagnostiziert und behandelt.
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Überschriften.
Was ist Adenomyose?
Es handelt sich um eine Erkrankung, bei der die Zellen der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium), die normalerweise jeden Monat mit der Menstruationsblutung abgestoßen werden, in den Gebärmuttermuskel (Myometrium) eindringen und dort weiterwachsen.
Was ist der Unterschied zur Endometriose (Schokoladenzyste)?
Bei der Endometriose siedeln sich die Zellen der Gebärmutterschleimhaut vollständig außerhalb der Gebärmutter an (Eierstöcke, Darm usw.); bei der Adenomyose hingegen nisten sich diese Zellen in die eigene Muskelschicht der Gebärmutter ein.
Was sind die Symptome?
Langanhaltende und sehr starke Menstruationsblutungen (übermäßiger Verbrauch von Binden/Tampons), geronnene Blutungen, starke Unterleibsschmerzen, die vor der Menstruation beginnen und währenddessen anhalten, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und ein ständiges Druckgefühl im Unterbauch sind die typischsten Symptome.
Was verursacht Adenomyose?
Die genaue Ursache ist unbekannt. Frühere Operationen an der Gebärmutter (Kaiserschnitt, Ausschabung, Myomoperation), Mehrfachgeburten und der Östrogenhormonspiegel gelten jedoch als Risikofaktoren.
Wie wird es diagnostiziert?
Bei einer Beckenuntersuchung durch einen Facharzt für Gynäkologie wird festgestellt, dass die Gebärmutter vergrößert und empfindlich ist. Eine endgültige Diagnose wird durch hochauflösenden transvaginalen Ultraschall und MRT-Bildgebung des Beckens gestellt.
Wie wird es behandelt?
Es wird entsprechend dem Alter der Patientin, dem Kinderwunsch und der Schwere der Beschwerden geplant. Die Symptome können mit Schmerzmitteln, hormonellen Medikamenten (Antibabypillen) und Hormonspiralen (Mirena) unter Kontrolle gebracht werden. In fortgeschrittenen Fällen, die nicht auf Medikamente ansprechen und in denen kein Kinderwunsch besteht, ist die chirurgische Entfernung der Gebärmutter (Hysterektomie) die definitive Lösung.
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