Allgemeine Informationen über ALS
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine neurologische Erkrankung, bei der die Muskeln in Folge einer Schädigung der Motoneuronen, die für die willkürlichen Muskelbewegungen (Gehen, Sprechen, Schlucken usw.) zuständig sind, zunehmend schwächer werden und verkümmern.
Etwa 10 % der Fälle sind auf genetische (erbliche) Faktoren zurückzuführen. Die genaue Ursache der restlichen 90 % ist nicht bekannt, man geht jedoch davon aus, dass Umwelttoxine und Proteinablagerungen eine Rolle spielen.
Fallenlassen von Gegenständen aus den Händen, Stolpern beim Gehen, Muskelzuckungen (Faszikulationen), Sprachstörungen, Schluckbeschwerden und im fortgeschrittenen Stadium die Schwächung der Atemmuskulatur sind die auffälligsten Beschwerden.
ALS beeinträchtigt im Allgemeinen weder kognitive Funktionen und Intelligenz noch Sinne wie Sehen, Hören und Fühlen. Die Patienten sind trotz ihrer körperlichen Einschränkungen geistig völlig wach und bei Bewusstsein.
Nach einer neurologischen Untersuchung wird die Diagnose gestellt, indem andere Krankheiten durch EMG-Tests (Elektromyographie), die die elektrische Aktivität von Muskeln und Nerven messen, Blutuntersuchungen und MRT-Aufnahmen ausgeschlossen werden.
Es gibt noch keine vollständig heilende Behandlung. Die Lebensqualität und Überlebensdauer werden jedoch durch spezielle Medikamente, die die Schädigung der Motoneuronen verlangsamen, Atemunterstützung, Physiotherapie und Ernährungssonden (PEG) erhöht.
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