Allgemeine Informationen über das Amok-Syndrom
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um ein atypisches psychiatrisches Krankheitsbild, bei dem die Person eine Bewusstseinsdissoziation (Abtrennung) erfährt und plötzlich in einen wilden und zerstörerischen Gewaltausbruch gerät, an den sie sich im Anschluss nicht mehr erinnern kann.
Es beginnt normalerweise mit einer wochenlangen Phase des Rückzugs, tiefer Traurigkeit und der Isolation von der Außenwelt. Darauf folgt eine plötzlich ausbrechende Phase des wahllosen Angreifens der Umgebung (Amoklauf).
Wenn die Aggressionskrise endet, ist die Person körperlich und geistig völlig erschöpft, fällt in einen tiefen Schlaf oder wird ohnmächtig. Wenn sie aufwacht, erinnert sie sich nicht mehr an das, was sie während der Krise getan hat (Amnesie).
Man geht davon aus, dass kulturelle Faktoren, unerträgliche persönliche Verluste, schwere demütigende Traumata, starker Druck, psychotische Störungen oder bestimmte organische Schäden, die das Gehirn betreffen, diesen Ausbruch auslösen.
Das Verhaltensmuster während des Anfalls wird klinisch diagnostiziert. Die psychiatrische Vorgeschichte des Patienten wird angehört, und es werden bildgebende Untersuchungen des Gehirns durchgeführt, um festzustellen, ob ein neurologischer Schaden vorliegt.
Priorität hat die Verhinderung, dass die Person sich selbst und ihrem Umfeld Schaden zufügt. Die Behandlung erfolgt durch stationäre psychiatrische Notfallversorgung, antipsychotische Medikamente, Stimmungsstabilisatoren und intensive Psychotherapiesitzungen.
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