Allgemeine Informationen über Anosmie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist der Zustand, bei dem eine Person die Fähigkeit, Gerüche in ihrer Umgebung wahrzunehmen, vollständig verliert. Eine bloße Verminderung des Geruchssinns wird Hyposmie genannt, während eine veränderte/schlechte Wahrnehmung Parosmie genannt wird.
Die häufigste Ursache sind virale Infektionen der oberen Atemwege (Erkältung, Grippe, Covid-19). Die Viren zerstören die Riechnerven am Nasendach. Darüber hinaus sind chronische Sinusitis, Nasenmuscheln/-polypen (mechanische Obstruktion) und schwere Schädeltraumata (Abreißen des Riechnervs) weitere Ursachen.
Ja. 80 % des Geschmacks der Lebensmittel, die wir essen, werden durch unseren Geruchssinn wahrgenommen. Patienten mit Anosmie können zwar erkennen, ob das Essen salzig oder süß ist, aber sie können das Aroma (den Geschmack) absolut nicht wahrnehmen, was zu schwerer Appetitlosigkeit und Depressionen führt.
Die große Mehrheit der Geruchsverluste aufgrund von Infektionen oder Blockaden bildet sich innerhalb von Monaten zurück, wenn sich die Nerven regenerieren (oder durch eine Polypen-OP). Bei schweren Schädeltraumata oder altersbedingtem Nerventod kann der Zustand jedoch dauerhaft sein.
Der HNO-Arzt schaut mit einer Kamera in die Nase (Endoskopie), um zu untersuchen, ob ein mechanisches Hindernis (Muschel/Polyp) vorliegt. Bei Verdacht auf eine Nervenschädigung oder einen Hirntumor werden ein Riechtest und ein MRT von Gehirn/Nasennebenhöhlen durchgeführt.
Wenn Polypen oder eine Sinusitis die Ursache sind, wird der Atemweg mit cortisonhaltigen Sprays oder chirurgisch geöffnet, und der Geruchssinn kehrt sofort zurück. Bei viralen Ursachen (Covid usw.) wird das 'Riechtraining' angewendet: Der Patient versucht, das Riechzentrum des Gehirns neu zu trainieren, indem er zweimal täglich an 4 verschiedenen intensiven Düften wie Rose, Zitrone, Nelke und Eukalyptus riecht.
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