Allgemeine Informationen über Aortenklappenstenose
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist die Verkalkung und das Einfrieren der Scharniere des Hauptausgangstors (Aortenklappe), das es dem Herzen ermöglicht, Blut in alle Organe (und das Gehirn) zu schießen, wodurch sich das Tor so weit verengt, dass nur noch ein winziger Spalt (Ritz) bleibt.
Die größte Ursache ist das Alter (Kalzifizierung/Verkalkung). Ab dem 65. Lebensjahr versteinern die Herzklappen, ähnlich wie bei der Verkalkung von Gelenken, durch Kalkablagerungen.
Die häufigste Ursache bei jungen Menschen ist die angeborene bikuspide Aorta (die Klappe ist mit 2 statt mit 3 Segeln angelegt), diese Klappe verschleißt früh (in den 40ern). Darüber hinaus führt akutes rheumatisches Fieber (Herzrheumatismus), das in der Kindheit durch Racheninfektionen ausgelöst wird, im Laufe der Jahre dazu, dass die Klappe verklebt und sich verengt.
Solange die Verengung leicht ist, treten keine Beschwerden auf. Fällt die Klappenöffnungsfläche unter 1 cm² (kritische Stenose), treten drei klassische Symptome LAUTSTARK auf:
1. Angina (Brustschmerzen): Da der Herzmuskel verdickt ist, reicht sein eigenes Blut nicht aus; der Patient spürt beim Gehen einen stechenden Schmerz in seinem Herzen (wie bei einem Herzinfarkt).
2. Atemnot: Das Blut staut sich in der Lunge; der Patient kann keine Treppen mehr steigen und leidet unter Erstickungsgefühlen.
3. Synkope (Ohnmacht): Dies ist das kritischste Symptom! Wenn sich der Patient anstrengt (z.B. bergauf geht), kann das zum Gehirn fließende Blut dieses enge Tor nicht ausreichend passieren, der Patient verliert plötzlich das Bewusstsein und BRICHT ZUSAMMEN (wird ohnmächtig). Die meisten Patienten, die nach Beginn dieser Symptome nicht operiert werden, sterben innerhalb von 2-3 Jahren an einem plötzlichen Herzstillstand.
Wenn der Arzt das Herz mit einem Stethoskop abhorcht, hört er ein sehr lautes (turbulentes) GERÄUSCH (Zischen), das entsteht, wenn das Blut gewaltsam durch diese winzige Öffnung spritzt. Der Goldstandard ist die Echokardiographie (Herz-Ultraschall). Das ECHO erkennt die Verkalkung auf der Klappe, berechnet die Öffnungsfläche der Klappe auf den Millimeter genau und misst die Durchflussgeschwindigkeit (den Druck) des Blutes, um den Schweregrad der Verengung (Leicht, Mittel, Schwer) zu BESTÄTIGEN.
In der Vergangenheit wurden ältere und sehr kranke Patienten dem Tod überlassen, da sie eine offene Operation nicht überstanden hätten. TAVI (Transkatheter-Aortenklappen-Implantation) IST EINE DER GRÖSSTEN REVOLUTIONEN IN DER MEDIZIN.
Der Brustkorb WIRD NICHT GEÖFFNET, das Herz WIRD NICHT ANGEHALTEN. Während der Patient wach ist (oder sich in einem leichten Schlaf befindet), wird über die Arterie in der Leiste ein Draht in das Innere des Herzens eingeführt. Am Ende des Drahtes befindet sich eine gefaltete 'biologische Rinderperikardklappe'. Wenn diese genau in die Mitte der verkalkten, beschädigten Klappe gelangt, wird der Ballon aufgeblasen; die neue Klappe öffnet sich wie ein Regenschirm, zerdrückt das enge Tor und setzt sich an ihren Platz. Der Eingriff dauert 1 Stunde, und der Patient geht 2 Tage später mit einem völlig gesunden, neuen Herzen nach Hause.
Wenn der Patient sehr jung ist (unter 70 Jahre) und für eine TAVI nicht geeignet ist, ist der Goldstandard die offene Herzchirurgie (Klappenersatz/AVR). Der Brustkorb wird geöffnet und das Herz an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. Die kaputte, verkalkte Klappe wird herausgeschnitten und weggeworfen. An ihrer Stelle wird je nach Alter des Patienten eine mechanische (Metall-)Klappe oder eine biologische (tierische) Klappe eingenäht. Wer eine Metallklappe erhält, muss lebenslang blutverdünnende Medikamente einnehmen.
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