Allgemeine Informationen zu Nebennierenkrebs
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist eine seltene, aber potenziell schnell streuende Krebsart, die in den Zellen der Nebennieren beginnt, welche die Stressreaktionen und den Stoffwechsel des Körpers regulieren.
Die meisten in der Nebenniere beobachteten Raumforderungen (90%) sind gutartige Adenome, die nicht wachsen. Krebserkrankungen (Nebennierenrindenkarzinom) wachsen hingegen schnell und bergen das Risiko, in umliegendes Gewebe und in die Leber zu streuen.
Aufgrund eines Masseneffekts kann der Tumor Rücken- oder Bauchschmerzen verursachen. Die auffälligsten Beschwerden sind jedoch eine rasche Gewichtszunahme (ähnlich dem Cushing-Syndrom), ein Vollmondgesicht und Diabetes, die durch die übermäßige Hormonsekretion des Tumors entstehen.
Schüttet der Tumor übermäßig viel Noradrenalin/Adrenalin aus (Phäochromozytom), schlägt das Herz extrem schnell, der Patient leidet unter Schweißausbrüchen und es kann zu tödlichen Blutdruckspitzen kommen, die zu einem Schlaganfall (Lähmung) führen können.
Man beginnt mit der Messung der Hormonspiegel (Kortisol, Katecholamine) im Blut und Urin. Um festzustellen, ob die Raumforderung gut- oder bösartig ist, wird ein CT oder MRT mit speziellen Protokollen angefordert.
Hat die Krankheit nicht gestreut, ist die erste und wichtigste Behandlungsoption die vollständige operative Entfernung der befallenen Drüse (meist laparoskopisch/geschlossen). In fortgeschrittenen Stadien werden spezielle Chemotherapie-Tabletten und Strahlentherapie angewendet.
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