Allgemeine Informationen zum Bandscheibenvorfall der Halswirbelsäule
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist das Einreißen der äußeren Struktur der Bandscheiben, die sich zwischen den Wirbeln im Nackenbereich befinden, und das Austreten des gallertartigen Gewebes im Inneren, was Druck auf die zu den Armen verlaufenden Nerven oder das Rückenmark ausübt.
Die Nerven, die aus den Halswirbeln austreten, erstrecken sich bis zu den Schultern, Armen und Fingerspitzen. Wenn ein Vorfall diese Nervenwurzel im Nacken einklemmt, wird der Schmerz entlang des gesamten Armes spürbar, durch den der Nerv verläuft.
Schmerzen in Nacken, Schulter und Schulterblatt, starke Taubheitsgefühle und Kribbeln, die in Arm/Hand ausstrahlen, und in fortgeschrittenen Stadien die Unfähigkeit, Gegenstände mit den Händen zu greifen (Kraftverlust).
Die Funktion der Nerven (Reflexe und Kraft) wird durch eine neurologische Untersuchung beurteilt. Eine endgültige Diagnose und die Größe des Vorfalls werden durch ein MRT der Halswirbelsäule bestätigt.
Nein. Die meisten Vorfälle können durch Medikamente, Ruhe und Physiotherapie schrumpfen oder asymptomatisch werden. Eine Operation wird nur bei Patienten mit fortschreitendem Kraftverlust durchgeführt oder bei solchen, die monatelang nicht auf die Behandlung ansprechen.
Durch einen kleinen Schnitt an der Vorderseite des Halses wird unter dem Mikroskop das vorgefallene Gewebe, das den Nerv einklemmt, gereinigt. In den entleerten Bandscheibenraum wird meist ein spezieller Platzhalter (Cage) oder eine Prothese eingesetzt. Der Heilungsprozess verläuft recht schnell.
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