Allgemeine Informationen zum Budd-Chiari-Syndrom
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist der Zustand, bei dem das Blut in der Leber eingeschlossen wird und das Organ anschwellen lässt, als Folge des Verschlusses der Hauptvenen (Lebervenen), die das Blut von der Leber zurück zum Herzen transportieren.
In der großen Mehrheit der Fälle sind genetische Blutkrankheiten (wie Thrombophilie), die die Blutgerinnungsneigung erhöhen, die zugrunde liegende Ursache. Darüber hinaus können die Einnahme von Antibabypillen, Schwangerschaft und Tumordruck das Gefäß blockieren.
Da sich die Leber mit Blut füllt und anschwillt, sind starke Schmerzen im rechten Oberbauch, eine schwere Wasseransammlung in der Bauchhöhle, die als Aszites bezeichnet wird, Gelbsucht und Lebervergrößerung (Hepatomegalie) die auffälligsten Beschwerden.
Ja. Weil das Blut nicht aus der Leber abfließen kann, steigt der Innendruck des Organs, und das Einströmen von frischem Blut wird ebenfalls verhindert. Leberzellen, denen der Sauerstoff entzogen ist, sterben mit der Zeit ab, was zu Zirrhose und akutem Leberversagen führt.
Der Verdacht wird geäußert, wenn im Doppler-Ultraschall zu sehen ist, dass der Blutfluss in den Lebergefäßen zum Erliegen gekommen ist. Für die endgültige Diagnose wird eine Computertomographie (CT) oder kontrastmittelverstärkte MRT-Angiographie durchgeführt.
Im frühen Stadium werden blutverdünnende (antikoagulierende) Medikamente verabreicht. Lässt sich der Verschluss nicht mit Medikamenten öffnen, wird angiographisch ein Stent in das Gefäß eingesetzt oder ein künstlicher Shunt (Kanal) namens 'TIPS' angelegt, um den Druck in der Leber zu senken. In sehr weit fortgeschrittenen Stadien kann eine Lebertransplantation erforderlich sein.
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