Allgemeine Informationen über das Chikungunya-Virus
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Der Name bedeutet in afrikanischen Sprachen 'der Gekrümmte'; es handelt sich um eine durch Mücken übertragene Viruserkrankung, die bei Infektion aufgrund von Gelenkschmerzen zu einer verkrümmten Körperhaltung führt.
Die Übertragung erfolgt blutübertragen durch den Stich infizierter Mücken der Arten Aedes aegypti oder Aedes albopictus (meist tagsüber). Eine Übertragung von Mensch zu Mensch über die Atemwege findet nicht statt.
3 bis 7 Tage nach dem Mückenstich treten plötzlich hohes Fieber (bis zu 39 Grad) sowie extrem starke, unerträgliche Gelenkschmerzen in kleinen Gelenken wie Händen, Handgelenken und Fußknöcheln auf. Hautausschläge können ebenfalls auftreten.
Obwohl sie von denselben Mücken übertragen werden: Beim Dengue-Fieber stehen Blutungen und Muskelschmerzen im Vordergrund, das Zika-Virus führt bei Schwangeren zu Fehlbildungen des Fötus, während Chikungunya hauptsächlich die Gelenke befällt.
Die Diagnose erfolgt durch PCR-Tests, die in den ersten Tagen nach Symptombeginn das genetische Material des Virus im Blut nachweisen, oder später durch serologische Tests auf vom Körper gebildete Antikörper gegen das Virus.
Es gibt bisher weder ein spezifisches antivirales Medikament zur Abtötung des Virus noch einen allgemein verfügbaren endgültigen Impfstoff. Die Therapie besteht aus Bettruhe, reichlicher Flüssigkeitszufuhr und der Gabe von Schmerzmitteln (Paracetamol/NSAR) zur Linderung der starken Gelenkschmerzen.
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