Allgemeine Informationen über Delir
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein vorübergehender Zustand geistiger Verwirrung, bei dem die Person plötzlich die Verbindung zu ihrer Umgebung verliert, der Gedankenfluss gestört ist und das Bewusstsein im Laufe des Tages schwankt.
Demenz ist eine dauerhafte Gehirnerkrankung, die sich langsam über Monate oder Jahre entwickelt. Ein Delir hingegen beginnt plötzlich innerhalb von Stunden oder Tagen und bildet sich meist vollständig zurück, wenn die zugrunde liegende Ursache behoben ist.
Harnwegsinfektionen oder Lungenentzündungen (Pneumonie) bei älteren Menschen, Flüssigkeitsverlust (Dehydration), die Aufwachphase nach einer Narkose, Nebenwirkungen bestimmter Medikamente sowie Nieren-/Leberversagen sind die häufigsten Auslöser.
Zustände, in denen der Patient nicht weiß, wo er ist (Desorientierung), sinnlos redet, Dinge sieht, die nicht da sind (Halluzinationen), extreme Unruhe (Agitation) zeigt oder im Gegenteil extrem teilnahmslos (hypoaktives Delir) ist.
Die Diagnose wird durch eine klinische Untersuchung gestellt. Anschließend werden detaillierte Blutuntersuchungen, Urintests und bildgebende Verfahren des Gehirns (MRT/CT) durchgeführt, um die physische Ursache für diesen Zustand zu finden.
Behandelt wird die Krankheit, die das Delirium auslöst, und nicht das Delirium selbst. Bei einer Infektion werden Antibiotika verabreicht, bei einem Flüssigkeitsmangel Infusionen. Um zu verhindern, dass der Patient sich selbst verletzt, können vorübergehend niedrig dosierte Antipsychotika eingesetzt werden.
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