Allgemeine Informationen über Dermoidzysten
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es sind zystische Gebilde, die in der Entwicklungsphase im Mutterleib entstehen, wenn Stammzellen, die eigentlich verschiedene Organe bilden sollen, in einem Sack eingeschlossen werden und dort heranwachsen; sie können Haut, Haare und sogar Zähne enthalten.
Obwohl sie überall im Körper (z. B. um die Augen, im Gehirn, am Hals) entstehen kann, tritt sie bei erwachsenen Frauen am häufigsten an den Eierstöcken (Ovarien) auf.
Meist wachsen sie langsam und verursachen im kleinen Zustand keine Symptome. Wenn sie größer werden, verursachen sie Beschwerden wie ein Völlegefühl im Unterbauch, Schmerzen, Menstruationsstörungen oder häufiges Wasserlassen durch Druck auf die Blase.
Wenn die Zyste wächst, wird sie schwerer und kann dazu führen, dass sich der Eierstock um die eigene Achse dreht (Torsion). Dies ist ein äußerst schmerzhafter Notfall, der die Blutversorgung des Organs abschneidet und zu dessen Absterben (Nekrose) führt. Außerdem birgt sie, wenn auch selten, das Risiko, bösartig zu entarten.
Sie lässt sich während einer gynäkologischen Untersuchung mittels Becken-Ultraschall aufgrund des charakteristischen Erscheinungsbildes der Fett- und Knochen- (Zahn-) Gewebe im Inneren der Zyste leicht diagnostizieren.
Dermoidzysten schrumpfen oder verschwinden nicht durch Medikamente. Unabhängig von der Größe der Zyste wird sie samt ihrer Kapsel mit einer laparoskopischen (minimal-invasiven) Operationsmethode vollständig entfernt, ohne das gesunde Eierstockgewebe zu beschädigen.
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