Allgemeine Informationen über Plattfüße
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein Zustand, bei dem der Hohlraum (das Fußgewölbe), der sich bei einem gesunden Fuß an der Innenseite befinden und beim Gehen den Stoß (die Last) des Körpers abfedern sollte, verschwindet, sodass die Fußsohle vollständig flach auf dem Boden aufliegt.
Flexibler Plattfuß: Das Fußgewölbe ist vorhanden, wenn der Fuß in der Luft ist oder beim Zehenstand, flacht aber vollständig ab, wenn man flach auf dem Boden steht. Er ist in der Regel schmerzlos.
Sert (Rigider) Plattfuß: Es gibt kein Fußgewölbe, weder in der Luft noch auf dem Boden. Er entsteht durch verwachsene Knochen und ist sehr schmerzhaft.
Ja. Insbesondere in der Folge von starkem Übergewicht, rheumatoider Arthritis, einer Schwangerschaft oder durch alters- und überlastungsbedingte Risse/Erschlaffung der Hauptsehne (Musculus tibialis posterior), die das Fußgewölbe stützt, kann es später zu einem Absinken des Fußgewölbes (Erworbener Plattfuß) kommen.
Da die Biomechanik des Körpers gestört ist, entstehen chronische, mechanische Ermüdungsschmerzen nicht nur im Fuß, sondern auch im Sprunggelenk, an den Innenseiten der Knie (durch das Einknicken nach innen), in den Hüften und im unteren Rücken.
Die Diagnose erfolgt durch die Untersuchung des Patienten im Stehen durch einen Orthopäden (von hinten betrachtet knicken die Fersen nach außen ab) sowie durch eine computergestützte Fußdruckmessung (Pedobarographie), bei der die Druckverteilung des Fußes auf dem Boden kartiert wird.
Im Kindesalter und bei flexiblen Plattfüßen verschriebene maßgefertigte orthopädische Einlagen heilen den Fuß nicht (sie bringen das Gewölbe nicht dauerhaft zurück), aber sie korrigieren die Lastenverteilung und beugen Schmerzen und Gelenkverschleiß zu 100 % vor. Bei Gewölbeeinbrüchen im Erwachsenenalter infolge von Sehnenrissen oder bei starken Knochenschmerzen wird eine chirurgische Korrektur (Knochenschnitte/Gelenkversteifung) durchgeführt.
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