Allgemeine Informationen über Hüftdysplasie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein Zustand, bei dem der kugelförmige Knochen (Oberschenkelkopf), der das Hüftgelenk bildet, bereits im Mutterleib oder kurz nach der Geburt nicht fest in seiner Pfanne (Acetabulum) sitzt, eine Lockerung aufweist oder vollständig heraustritt.
Babys, in deren Familie Hüftdysplasien vorgekommen sind, die im Mutterleib in Beckenendlage (Steißlage) lagen, erstgeborene Mädchen sowie Mehrlingsschwangerschaften (Zwillinge) tragen ein erhöhtes Risiko.
Eine Ungleichheit der Beinlängen des Babys, asymmetrische Hautfalten an den Oberschenkeln und die Unfähigkeit, die Hüften beim Wickeln vollständig zur Seite abzuspreizen (Einschränkung der Abduktion), sind die wichtigsten Warnsignale.
Ja. Das straffe Einwickeln des Babys mit gestreckten Beinen (altmodisches, enges Pucken) behindert die natürliche Gelenkentwicklung und begünstigt, dass selbst eine gesunde Hüfte aus ihrer Pfanne rutscht.
Da die Behandlung in den ersten Lebensmonaten wesentlich einfacher ist, ist es zwingend erforderlich, bei allen Babys – unabhängig davon, ob körperliche Symptome vorliegen – zwischen dem 1. und 2. Lebensmonat einen routinemäßigen Hüft-Ultraschall durchzuführen.
Wird sie im Frühstadium (erste 6 Monate) diagnostiziert, kann die Hüfte mit einem speziellen Gurtsystem namens 'Pavlik-Bandage' (oder Tübinger Schiene), das die Beine des Babys in der Froschhaltung fixiert, zu 100 % ohne Operation korrigiert werden. Bei Kindern, bei denen die Diagnose erst später gestellt wird, ist ein Gipsverband oder ein chirurgischer Eingriff erforderlich.
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