Allgemeine Informationen über das Glioblastom
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist der bösartigste und gefährlichste Hirnkrebs, der aus dem körpereigenen Hirngewebe entsteht (primär), durch unkontrollierte Vermehrung von Stützzellen gekennzeichnet ist und nach der Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als Grad 4 eingestuft wird.
Er wächst nicht als Knoten mit klaren Grenzen; wie die Wurzeln eines Baumes oder ein Spinnennetz infiltriert er die gesunden Gehirnzellen und breitet sich aus. Daher ist es physikalisch unmöglich, 100 % aller Tumorzellen operativ zu entfernen.
Bis auf sehr seltene Ausnahmen streut (metastasiert) ein Glioblastom nicht außerhalb des Gehirns in andere Organe (wie Lunge oder Leber). Seine gesamte schädigende und aggressive Ausbreitung findet innerhalb des Gehirns und des Rückenmarks statt.
Da er sehr schnell wächst, erhöht er plötzlich den Hirndruck. Es treten starke und anhaltende Kopfschmerzen, nächtliches Erbrechen, das den Patienten weckt, plötzlich einsetzende Gedächtnisprobleme, Persönlichkeitsveränderungen und halbseitige Lähmungen auf.
Mit einem MRT des Gehirns mit Kontrastmittel werden die Lage und die charakteristische Struktur (ein nekrotisches/abgestorbenes Gewebezentrum) des Tumors bestimmt. Für eine endgültige Diagnose und eine molekulargenetische Analyse muss das operativ entfernte Gewebe jedoch zwingend in die Pathologie geschickt werden.
Die erste Phase besteht darin, das Zentrum des Tumors chirurgisch (durch eine maximal sichere Resektion) zu entfernen, ohne die neurologischen Funktionen des Patienten zu beeinträchtigen. Einige Wochen nach dem Eingriff wird gleichzeitig mit einer Strahlentherapie und Medikamenten der Chemotherapie (Temozolomid) begonnen, um die verbliebenen, eingewachsenen Zellen abzutöten bzw. zu stoppen.
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