Allgemeine Informationen über die Kielbrust
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine Vorwölbung des Brustbeins (Sternum) und der Knorpelgewebe in der Mitte des Brustkorbs nach außen, anstatt dass diese flach sind oder nach innen zeigen.
Sie entsteht dadurch, dass die Knorpel, die die Rippen mit dem Brustbein verbinden, schneller und unkontrollierter wachsen als nötig und das Brustbein dadurch nach außen drücken. Eine genetische Veranlagung spielt eine Rolle.
Nein. Im Gegensatz zur Trichterbrust (Pectus excavatum), bei der der Brustkorb nach innen eingesunken ist, übt diese Deformität keinen Druck auf die Organe aus. Die Atem- und Herzfunktionen der Patienten sind völlig normal.
Auch wenn sie den Organen nicht schadet, wird sie behandelt, da die Veränderung des Körperbildes, besonders in der Pubertät, bei Kindern zu erheblichem Verlust an Selbstbewusstsein, Hemmungen beim Schwimmengehen (Pool/Meer) und psychischem Rückzug führt.
Ja. Besonders bei heranwachsenden Kindern (11-15 Jahre), deren Knochen noch elastisch sind, kann der Brustkorb durch spezielle 'Kompressionsorthesen' (Korsetts), die kontrollierten Druck von außen ausüben, innerhalb von Monaten vollständig begradigt werden.
Bei erwachsenen Patienten, die auf eine Korsettbehandlung nicht ansprechen oder deren Knochenwachstum abgeschlossen (verhärtet) ist, wird die Deformität durch die Ravitch- (offene Operation) oder die Abramson-Methode (minimalinvasive Technik mit Metallbügel) ästhetisch korrigiert.
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