Allgemeine Informationen über die Reisekrankheit
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist eine Reaktion des autonomen Nervensystems, die entsteht, wenn während der Fahrt in einem Fahrzeug widersprüchliche Signale von verschiedenen sensorischen Systemen des Körpers (Augen, Innenohr und Muskeln) an das Gehirn gesendet werden.
Ein Beispiel: Wenn Sie in der Kabine eines Schiffes sitzen, sehen Ihre Augen, dass die Wände um Sie herum unbeweglich sind. Die Flüssigkeit in Ihrem Innenohr nimmt jedoch wahr, dass Sie mit den Wellen schaukeln. Das Gehirn interpretiert diesen Konflikt als 'Vergiftung' und löst den Brechreflex aus.
Sie äußert sich durch ein Unwohlsein im Magen, gefolgt von schwerer Übelkeit, kaltem Schweiß, Blässe der Haut, übermäßigem Gähnen, Schwindel und schließlich Erbrechen.
Besonders bei Kindern zwischen 2 und 12 Jahren, schwangeren Frauen und Menschen mit einer Vorgeschichte von Migräne ist die Anfälligkeit für die Reisekrankheit deutlich höher.
Das Sitzen auf dem Vordersitz des Fahrzeugs, das Fixieren eines entfernten und unbeweglichen Punktes (des Horizonts), der Verzicht auf das Lesen oder das Schauen auf das Handy während der Fahrt sowie das Öffnen des Fensters für frische Luft lindern die Symptome.
Antihistaminika oder Anticholinergika (z. B. Dimenhydrinat), die 30-60 Minuten vor der Reise zur Vorbeugung von Übelkeit eingenommen werden, dämpfen die Empfindlichkeit des Innenohrs. Auch Scopolamin-Pflaster, die hinter das Ohr geklebt werden, sind sehr wirksam.
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