Allgemeine Informationen über Helicobacter pylori
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist eine Bakterienart, die über ein spezielles Enzym (Urease) verfügt, das sie gegen die aggressive Säureschicht des Magens resistent macht, wodurch sie sich direkt in der Magenschleimhaut ansiedeln, vermehren und das Verdauungssystem schädigen kann.
Die Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgt meist in der Kindheit über den Mund-zu-Mund- oder fäkal-oralen Weg, etwa durch das Teilen desselben Glases oder Bestecks, den Verzehr ungenügend gewaschener Lebensmittel oder unsauberen Wassers.
Viele Träger des Bakteriums haben keine Symptome. Wenn die Infektion jedoch den Magen schädigt, treten ein brennendes/nagendes Gefühl im Oberbauch, Völlegefühl nach dem Essen, häufiges Aufstoßen, Übelkeit und Appetitlosigkeit auf.
Da es die schützende Schleimhaut des Magens durchlöchert, führt es dazu, dass die Magensäure die eigene Wand verbrennt (Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüre). Zudem erhöht eine über Jahre bestehende chronische Infektion das Risiko für Magenkrebs um das Sechsfache.
Es gibt Blut- und Stuhltests, aber die am häufigsten angewendete Methode ist der 13C-Harnstoff-Atemtest. Für eine noch sicherere Diagnose wird das Vorhandensein des Bakteriums in einem winzigen Gewebestück (Biopsie) überprüft, das bei einer Magenspiegelung (Endoskopie) entnommen wurde.
Ein einziges Medikament reicht nicht aus, um das Bakterium zu beseitigen. Es wird eine Kombinationstherapie (Eradikation) angewendet, bei der Magenschutzmedikamente (PPI), die die Magensäure neutralisieren, und zwei (manchmal auch drei) verschiedene starke Antibiotika 10 bis 14 Tage lang kontinuierlich eingenommen werden.
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