Allgemeine Informationen über Hemiplegie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist die Lähmung (Bewegungsunfähigkeit) der Arm-, Bein- und manchmal auch Gesichtsmuskulatur auf der vertikalen rechten oder linken Körperachse, abhängig von der Lage der Schädigung im Gehirn.
Bei der Hemiplegie liegt eine vollständige Lähmung (überhaupt keine Bewegung) in dieser Körperhälfte vor. Bei der Hemiparese sind die Muskeln nicht völlig funktionslos; es liegt eine teilweise Schwäche oder verminderte Kraft auf dieser Seite vor.
Die motorischen Nervenfasern im Gehirn kreuzen sich auf Höhe des Hirnstamms (sie wechseln auf die andere Seite). Daher führt ein Schlaganfall in der rechten Gehirnhälfte zu einer Lähmung der linken Körperhälfte und ein Schlaganfall in der linken Hälfte zu einer Lähmung der rechten Seite.
Neben der körperlichen Lähmung sind besonders bei Schäden in der linken Gehirnhälfte Sprach- und Verständnisstörungen (Aphasie) sehr häufig. Bei Schäden in der rechten Gehirnhälfte kommt es oft zu Vernachlässigung der gelähmten Seite (Neglect), Gedächtnisverlust und Schluckbeschwerden.
Einmal abgestorbene Gehirnzellen regenerieren sich nicht, aber gesunde Bereiche des Gehirns können lernen, die Aufgaben der gelähmten Bereiche zu übernehmen (Neuroplastizität). Durch frühzeitig begonnene, regelmäßige Physiotherapie kann den gelähmten Gliedmaßen wieder Bewegung verliehen werden.
Zunächst wird der akute Zustand, der die Lähmung verursacht hat (z. B. Gefäßverschluss), medikamentös oder operativ behandelt. Sobald sich die Vitalfunktionen des Patienten stabilisiert haben, beginnen Physiotherapeuten mit intensiven Übungen, Elektrostimulation und robotergestützter Rehabilitation, um dem Muskelschwund vorzubeugen und die Geh-/Greiffunktion wiederherzustellen.
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