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Çakırtepe Hastanesi
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Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit)

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über Hämochromatose

Hämochromatose ist eine Erkrankung, bei der der Darm viel mehr Eisen aus der Nahrung aufnimmt als benötigt. Dieses überschüssige Eisen, das nicht ausgeschieden werden kann, reichert sich in lebenswichtigen Organen wie der Leber, dem Herzen und der Bauchspeicheldrüse an und führt zu toxischen Schäden. Dies kann zu Leberzirrhose und Bronzediabetes führen. In unseren Ambulanzen für Gastroenterologie und Hämatologie wird sie durch Messung des Ferritins im Blut und Gentests diagnostiziert und durch regelmäßige Aderlässe (Phlebotomie) erfolgreich behandelt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist Hämochromatose?

Es ist eine Eisenspeicherkrankheit infolge einer Mutation in den Genen, die die Eisenaufnahme des Körpers regulieren (HFE-Gen), was dazu führt, dass von außen aufgenommenes Eisen unkontrolliert resorbiert und in den Organen abgelagert wird.

Was sind die Symptome?

Die Krankheit verläuft über viele Jahre schleichend. Mit zunehmender Eisenansammlung kommt es zu extremer Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Bauchschmerzen, einer bronze-/graufarbenen Hautpigmentierung und einem Rückgang der sexuellen Lust (Libido).

Warum nennt man es 'Bronzediabetes'?

Wenn sich überschüssiges Eisen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ablagert, zerstört es die insulinproduzierenden Zellen und verursacht Diabetes. Da es gleichzeitig die Haut dunkel pigmentiert, wird dieses Krankheitsbild als 'Bronzediabetes' bezeichnet.

Welche Schäden verursacht sie an den Organen?

Wird sie nicht behandelt, führt die Eisenansammlung zu einer dauerhaften Verhärtung der Leber (Leberzirrhose) und zu Leberkrebs. Wenn es sich im Herzen ablagert, verursacht es Rhythmusstörungen und Herzinsuffizienz, was lebensbedrohlich sein kann.

Wie wird sie diagnostiziert?

Ein Verdacht entsteht, wenn der Ferritinspiegel im Blut sehr hoch ist (meist über 1000) und die Transferrinsättigung erhöht ist. Die endgültige Diagnose wird durch einen DNA-Mutationstest für das HFE-Gen und gegebenenfalls durch eine Leberbiopsie gestellt.

Wie wird sie behandelt?

Der Körper verfügt über keinen Mechanismus, um überschüssiges Eisen selbstständig auszuscheiden. Die effektivste und natürlichste Behandlung ist das sogenannte 'Aderlass'-Verfahren (Phlebotomie). Ähnlich wie bei einer Blutspende wird dem Patienten in regelmäßigen Abständen Blut entnommen. Um neue Blutzellen zu bilden, ist der Körper gezwungen, das in den Organen gespeicherte überschüssige Eisen zu verbrauchen, wodurch die Depots geleert werden.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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