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Çakırtepe Hastanesi
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Hermaphroditismus (Störungen der Geschlechtsentwicklung)

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über Hermaphroditismus

Störungen der Geschlechtsentwicklung (DSD) sind angeborene Entwicklungsunterschiede, bei denen die chromosomalen (DNA), gonadalen (Eierstöcke/Hoden) oder anatomischen Geschlechtsmerkmale eines Individuums nicht vollständig den typischen Definitionen von männlich oder weiblich entsprechen. Diese komplexen genetischen und endokrinologischen Krankheitsbilder werden von unseren interdisziplinären Expertenteams aus pädiatrischer Endokrinologie, Urologie, Genetik und Kinderpsychiatrie entsprechend der individuellen Situation des Patienten behutsam betreut.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was sind Störungen der Geschlechtsentwicklung (DSD)?

In der älteren medizinischen Fachsprache als 'Hermaphroditismus' oder 'Intersexualität' bekannt, beschreibt dies Zustände, bei denen sich die inneren Fortpflanzungsorgane, die äußeren Genitalstrukturen oder die Geschlechtschromosomen des Babys außerhalb der klassischen biologischen Normen entwickeln.

Was sind die Ursachen?

Sie entstehen durch Mutationen in geschlechtsbestimmenden Genen, durch eine angeborene Fehlfunktion der Nebennieren, die zu einer Überproduktion von Hormonen führt (Adrenogenitales Syndrom, AGS), oder durch hormonelle Ungleichgewichte, denen das Baby im Mutterleib ausgesetzt war.

Was bedeutet eine Chromosomen-Diskrepanz?

Normalerweise hat ein Mädchen den Chromosomensatz 46,XX und ein Junge 46,XY. Bei DSD-Zuständen kann es jedoch vorkommen, dass eine Person zwar den Chromosomensatz 46,XY (genetisch männlich) besitzt, ihr äußeres Erscheinungsbild sich aber aufgrund einer Unempfindlichkeit gegenüber Hormonen (Androgenresistenz) völlig wie das eines Mädchens entwickelt.

Wie wird es diagnostiziert?

Ein Verdacht entsteht meist bei der Geburt durch ein unklares (ambiges) Aussehen der äußeren Genitalien. Zur endgültigen Diagnose werden eine Chromosomenanalyse (Karyotyp), detaillierte Hormontests sowie ein Becken-Ultraschall oder MRT durchgeführt, um die inneren Organe darzustellen.

Wie erfolgt die Geschlechtszuweisung?

Dies ist ein äußerst sensibler medizinischer und ethischer Prozess. Die Entscheidung wird von einem multidisziplinären Expertenteam getroffen, das die Chromosomen, die Kapazität der inneren Organe, die Hormonempfindlichkeit und die zukünftige psychosoziale Entwicklung des Individuums bewertet.

Wie wird es behandelt?

Abhängig von den medizinischen und psychologischen Bedürfnissen des Patienten werden Hormonersatztherapien durchgeführt. Bei Bedarf werden rekonstruktive chirurgische Eingriffe vorgenommen, um die genitale Anatomie anzupassen oder unentwickeltes Gewebe, das ein Tumorrisiko birgt, zu entfernen.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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