Allgemeine Informationen über Hypophysentumore
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um die langsame Vermehrung von Zellen, die einen Knoten (Adenom) in der Hauptsteuerzentrale des Gehirns (der Hypophyse) bilden, welche das gesamte Hormonsystem des Körpers verwaltet – von der Schilddrüse über die Fortpflanzung und den Stress bis hin zum Wachstum.
Einige der Tumore pumpen unaufhörlich Hormone in den Körper. Wenn sie Prolaktin (Milchhormon) ausschütten, führt dies zu einem Prolaktinom (Ausbleiben der Menstruation / Milchaustritt aus den Brüsten). Schütten sie Wachstumshormone aus, führt dies zu Akromegalie (Vergrößerung von Händen/Gesicht). Schütten sie Cortisol aus, verursachen sie das Cushing-Syndrom.
Tumore, die keine Hormone produzieren (nicht-funktionell), können lautlos wachsen und enorme Ausmaße erreichen. Indem sie von unten auf den Sehnerv drücken, der direkt über der Hypophyse verläuft, verursachen sie Kopfschmerzen und insbesondere einen Gesichtsfeldausfall (Erbblindung) an den äußersten rechten und linken Rändern des Sichtfelds (ähnlich wie bei Scheuklappen).
Nein, mehr als 99 % der Hypophysentumore sind gutartige (benigne) Adenome. Sie haben keine krebsartigen Eigenschaften und streuen nicht in andere Körperteile. Die Probleme, die sie verursachen, hängen ausschließlich mit ihrer Größe und den von ihnen ausgeschütteten Hormonen zusammen.
Ein Endokrinologe misst die Spiegel der Schilddrüsen-, Prolaktin-, Wachstums- und Cortisolhormone im Blut. Mit einem MRT der Hypophyse mit Kontrastmittel können die Größe des Tumors und sein Abstand zum Sehnerv genau dargestellt werden.
Tumore, die ausschließlich das Milchhormon produzieren (Prolaktinome), werden in der Regel ohne Operation, allein durch Tabletten vollständig geschrumpft und behandelt. Andere hormonproduzierende oder große Tumore, die den Sehnerv quetschen, werden entfernt, indem man mit Kameras durch die Nasenlöcher (transsphenoidale Chirurgie) vorgeht, ohne den Schädel öffnen zu müssen.
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