Allgemeine Informationen über das Horner-Syndrom
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist eine Kombination von klinischen Symptomen, die entsteht, wenn das sympathische Nervensystem – das für die unwillkürlichen Bewegungen des Auges und die Schweißbildung im Gesicht verantwortlich ist – auf seinem Weg vom Hirnstamm zum Auge irgendwo beschädigt wird.
Ausschließlich auf der geschädigten Seite des Gesichts treten auf: 1- Ein leichtes Herabhängen des oberen Augenlids (Ptosis), 2- Eine im Vergleich zum anderen Auge deutlich verengte Pupille (Miosis), 3- Ein Ausfall der Schweißbildung auf dieser Gesichtshälfte (Anhidrose).
Das Syndrom selbst ist eher die Folge einer Nervenschädigung als eine eigenständige Krankheit. Risse in der Halsschlagader (Carotisdissektion), Tumore in der Lungenspitze (Pancoast-Tumor), Schlaganfälle im Hirnstamm oder Halstraumata können diese Nerven durchtrennen.
Nein, das Horner-Syndrom beeinträchtigt nicht direkt das Sehvermögen, die Sehschärfe oder die innere Struktur des Augapfels. Das Problem liegt lediglich in der Pupillengröße und den Lidmuskeln.
Die Nervenschädigung wird durch die klinische Untersuchung des Neurologen und durch spezielle pharmakologische Augentropfen (Kokain- oder Apraclonidin-Test) bestätigt. Anschließend wird ein MRT von Gehirn und Hals angefordert, um den Ort der Schädigung zu lokalisieren.
Es gibt keine spezifische Behandlung für das Horner-Syndrom selbst. Das Hauptziel der Behandlung besteht darin, die zugrunde liegende, oft lebensbedrohliche Ursache (Tumor, Schlaganfall oder Gefäßriss), die die Nervenbahn quetscht oder durchtrennt hat, zu finden und zu beheben.
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