Allgemeine Informationen über HPV
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist eine Familie von Viren mit über 200 Typen, die sich in der menschlichen Haut und den Schleimhäuten ansiedeln und Warzen (Kondylome) verursachen oder die DNA-Struktur von Zellen stören, was zur Entstehung von Krebs führen kann.
Das Virus wird nicht über Körperflüssigkeiten übertragen, sondern durch die Reibung (den Kontakt) infizierter Haut oder Schleimhäute aneinander. Vaginaler, analer und oraler Geschlechtsverkehr sind die häufigsten Übertragungswege.
Die HPV-Typen 6 und 11 verursachen meist nur Genitalwarzen und sind gutartig. Hochrisikotypen, allen voran Typ 16 und Typ 18, sind jedoch die direkte Ursache für mehr als 70 % der Gebärmutterhals- (Zervix-) und Peniskarzinome.
Ja. Obwohl Männer meist nur asymptomatische Träger sind, sind sie hinsichtlich Genitalwarzen, Peniskrebs, Analkrebs und Mund-/Rachenkrebs direkt von den Hochrisiko-HPV-Typen betroffen.
Bei Frauen werden der Pap-Abstrich (Smear-Test) und der HPV-DNA-Test (Typisierung) an einer Flüssigkeitsprobe durchgeführt, die mit einer kleinen Bürste vom Gebärmutterhals entnommen wird. Bei Männern wird die Diagnose durch eine Biopsie gestellt, falls eine verdächtige Warze vorhanden ist; es gibt keinen routinemäßigen Screening-Test für Männer.
Es gibt kein Medikament, das das Virus aus dem Körper entfernt, aber das Immunsystem kann das Virus im Laufe der Jahre von selbst eliminieren (Clearance). Die wichtigste Präventionsmethode ist die vorbeugende HPV-Impfung (z. B. Gardasil), die Jungen und Mädchen zwischen 9 und 14 Jahren sowie gefährdeten Erwachsenen verabreicht wird.
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