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Çakırtepe Hastanesi
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Hurler-Syndrom

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über das Hurler-Syndrom

Das Hurler-Syndrom (Mukopolysaccharidose Typ I) ist eine schwere lysosomale Speicherkrankheit, die durch den genetisch bedingten Mangel eines Enzyms entsteht, welches Abfall-Zuckermoleküle (Glykosaminoglykane) in der Zelle abbaut. Diese Moleküle reichern sich in den Organen an und führen zu Skelettdeformitäten, geistiger Behinderung und Hornhauttrübung. In unseren Abteilungen für pädiatrische Genetik und Stoffwechselerkrankungen wird sie durch Enzymersatztherapien und Stammzelltransplantationen behandelt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist das Hurler-Syndrom?

Es ist eine Stoffwechselerkrankung, bei der es aufgrund eines Mangels des Enzyms Alpha-L-Iduronidase, das altes Bindegewebe im Körper abbauen und recyceln soll, dazu kommt, dass sich riesige Zuckerketten wie Müll in den Organen ansammeln und diese schädigen.

Was sind die körperlichen Symptome?

Bei Babys, die bei der Geburt gesund erscheinen, kommt es mit der Zeit zu einem Wachstum des Kopfes, einer Vergröberung der Gesichtszüge (Gargoylismus), einem Buckel (Kyphose) an der Wirbelsäule, Krallenhänden sowie einer Vergrößerung von Leber und Milz (Hepatosplenomegalie).

Wie wirkt es sich auf die Augen und die Intelligenz aus?

Die angesammelten Zuckermoleküle lagern sich in der transparenten Schicht des Auges (Hornhaut) ab, was zu einer milchglasartigen Trübung und zu Sehverlust führt. Gleichzeitig füllen sie die Gehirnzellen aus und verursachen eine schwere und fortschreitende geistige Behinderung.

Wie wird es vererbt?

Die Vererbung erfolgt autosomal-rezessiv. Die Eltern sind gesunde Träger (Konduktoren). Damit die Krankheit ausbricht, muss das Baby das fehlerhafte Gen gleichzeitig von der Mutter und vom Vater erben.

Wie wird es diagnostiziert?

Wenn körperliche Befunde einen Verdacht erregen, wird zunächst die übermäßige Ausscheidung von Glykosaminoglykanen (GAG) im Urin überprüft. Die endgültige Diagnose wird durch den Nachweis eines Enzymspiegels nahe null im Blut und durch einen genetischen DNA-Test gestellt.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Das fehlende Enzym wird von außen über die Venen zugeführt (Enzymersatztherapie); dies stoppt zwar das Organwachstum, kann aber die Blut-Hirn-Schranke nicht überwinden und somit die geistige Behinderung nicht verhindern. Eine Knochenmarks- (Stammzell-) Transplantation, die im frühen Alter durchgeführt wird, bevor ein geistiger Abbau beginnt, ist die wirksamste Lösung, die das Fortschreiten der Krankheit von Grund auf stoppen kann.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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