Allgemeine Informationen zur ITP-Erkrankung
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein Zustand, bei dem die für die Blutgerinnung zuständigen Thrombozyten (Blutplättchen) vom körpereigenen Abwehrsystem als Feind angesehen, in der Milz zerstört werden und ihre Anzahl auf ein gefährliches Niveau sinkt.
Ohne Stoß auftretende Blutergüsse auf der Haut, stecknadelkopfgroße rote Ausschläge an den Beinen (Petechien), nicht stillbares Nasenbluten, Zahnfleischbluten und übermäßig lange/starke Menstruationsblutungen bei Frauen.
Die genaue Ursache ist unbekannt. Bei Kindern beginnt sie jedoch oft als Antikörperreaktion eines verwirrten Immunsystems, wenige Wochen nach einer einfachen Virusinfektion (wie Grippe).
Eine ITP bei Kindern verläuft in der Regel akut und heilt innerhalb weniger Monate ohne Behandlung oder mit kurzzeitiger Therapie vollständig aus. Bei Erwachsenen entwickelt sie sich meist zu einer lebenslangen chronischen Krankheit.
Ein Verdacht entsteht, wenn bei einem großen Blutbild (Hämogramm) die roten und weißen Blutkörperchen völlig normal sind, die Thrombozytenzahl jedoch extrem niedrig ist (oft unter 20.000). Um eine Leukämie auszuschließen, kann eine Knochenmarkbiopsie durchgeführt werden.
Bei leichten Blutungen werden Kortison-Tabletten (Steroide) eingesetzt. Bei schweren und akuten Blutungen werden hochdosierte Immunglobuline (IVIG) intravenös verabreicht. Bei chronischen Patienten, die nicht auf Medikamente ansprechen, kann die Milz, in der die Thrombozyten abgebaut werden, chirurgisch entfernt werden (Splenektomie).
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