Allgemeine Informationen zum Herzinfarkt
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um den Zustand, bei dem das eigene Gewebe des Herzens, das den Körper durch Blutpumpen am Leben erhält, aufgrund der Verstopfung eines der Gefäße (Herzkranzgefäße), die es versorgen, ohne Sauerstoff bleibt und abstirbt (Nekrose/Infarkt).
Cholesterin-Plaques, die sich über Jahre in der Gefäßwand angesammelt haben (Arteriosklerose), reißen plötzlich auf. Der Körper schickt Blutplättchen dorthin, um diesen Riss zu reparieren, und das entstehende große Gerinnsel verstopft das bereits verengte Gefäß vollständig und verursacht den Infarkt.
Ein starkes Druck-, Brenn- und Engegefühl genau in der Mitte der Brust (hinter dem Brustbein), als würde ein Elefant darauf sitzen. Dieser Schmerz strahlt häufig in den linken Arm, den Rücken, den Hals und den Unterkiefer aus. Begleitet wird er von starkem kaltem Schweiß, Todesangst, Atemnot, Übelkeit und Erbrechen. (Bei Frauen und Diabetikern kann der Schmerz tückisch sein und sich nur als Atemnot oder Magenschmerzen äußern).
Der Patient darf auf keinen Fall herumlaufen, er muss hingesetzt und zur Ruhe gebracht werden. Beengende Kleidung (Krawatte, Kragen) sollte gelockert werden. Falls bekannt und zuvor vom Arzt verordnet, verlangsamt das Zerkauen von 1 Aspirin das Wachstum des Gerinnsels. Es muss sofort der Notruf 112 gewählt werden, ohne Zeit zu verlieren oder zu versuchen, den Patienten im eigenen Fahrzeug zu transportieren!
Die Art des Infarkts im Herzen ist auf dem in der Notaufnahme geschriebenen EKG (Elektrokardiographie) sofort erkennbar. Die Diagnose wird gesichert durch die Durchführung von Troponin-Enzymtests im Blut, die auf eine Schädigung des Herzmuskels hinweisen.
Der Patient erhält sofort Blutverdünner und wird innerhalb von Sekunden in die Koronarangiographie (Herzkatheterlabor) gebracht. Über die Leiste oder das Handgelenk wird das verstopfte Gefäß aufgesucht, ein über einen speziellen Draht eingeführter Ballon wird aufgeblasen, um das Gefäß zu öffnen, und ein Drahtgeflecht (Stent) wird eingesetzt, damit es sich nicht wieder verschließt. Je nach Größe des Schadens wird der Patient auf die Intensivstation verlegt.
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