Allgemeine Informationen zum Herzinfarkt
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist der Zustand, bei dem diese Region des Herzens nicht mehr versorgt wird und innerhalb von Minuten zu faulen (abzusterben) beginnt, weil die Koronararterien, die den Herzmuskel mit sauberem Blut und Sauerstoff versorgen, plötzlich verschlossen sind.
Im Laufe der Jahre bilden sich durch hohes Cholesterin, Blutdruck und Rauchen Fettablagerungen (Plaques) an den Wänden der Herzgefäße. Der Infarkt entsteht, wenn diese Plaque plötzlich aufbricht/reißt und der Körper sofort ein Gerinnsel schickt, um dies zu reparieren, wodurch das Gefäß innerhalb von Sekunden zu 100% verstopft wird.
Ein erdrückendes, einengendes, brennendes Druck-/Schmerzgefühl direkt in der Mitte des Brustkorbs (hinter dem Brustbein), als säße ein Elefant darauf. Dieser Schmerz strahlt meist in den linken Arm, in die Schulter, in den Rücken, in den Nacken oder in den Unterkiefer aus. Begleitet wird dies von kaltem Schweiß, Todesangst, Atemnot und Übelkeit.
Frauen spüren die klassischen Brustschmerzen oft nicht. Bei ihnen kann sich ein Herzinfarkt heimtückisch äußern; etwa als extreme/unerklärliche Müdigkeit, Sodbrennen (wird fälschlicherweise für Reflux gehalten), Rückenschmerzen oder eine plötzliche Atemnot.
Ein in Sekundenschnelle in der Notaufnahme erstelltes EKG (Elektrokardiogramm) zeigt den Infarkt und die Lage des verschlossenen Gefäßes sofort an (insbesondere STEMI-Infarkte). Der bei Blutuntersuchungen festgestellte hohe Wert des „Troponin“-Enzyms, das ins Blut gelangt, wenn der Herzmuskel abstirbt, sichert die Diagnose zu 100%.
Das Zerkauen eines Aspirins zu Hause während eines Infarkts verlangsamt das Wachstum des Gerinnsels. Sobald der Patient das Krankenhaus erreicht (die ersten 90 Minuten sind sehr kritisch), führen Kardiologen eine Notfall-Koronarangiographie durch. Über die Leiste oder das Handgelenk wird das verstopfte Gefäß aufgesucht, darin wird ein Ballon aufgeblasen, um das Gefäß zu öffnen, und ein Drahtgeflecht (Stent) wird eingesetzt, damit es sich nicht wieder verschließt. Ist der Verschluss zu groß, um mit einem Stent geöffnet zu werden, wird eine Notfall-Bypass-Operation (am offenen Herzen) eingeleitet.
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