Allgemeine Informationen zur kongestiven Herzinsuffizienz
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es bedeutet nicht, dass das Herz stehen bleibt. Es ist eine Krankheit, bei der der Herzmuskel aufgrund vergangener Herzinfarkte, Bluthochdruck oder Klappenerkrankungen geschwächt wird und an Elastizität verliert, sodass er das sauerstoffreiche Blut, das der Körper benötigt, nicht mehr pumpen kann.
Wenn das Herz das Blut nicht vorwärts pumpen kann, staut sich das Blut zurück und erhöht den Druck in den Blutgefäßen. Sie wird so genannt, weil dieser hohe Druck Flüssigkeit aus den Gefäßen drückt und dazu führt, dass sich Wasser in den Lungen, im Bauch und in den Beinen staut (Kongestion/Ödem).
Bei der Linksherzinsuffizienz tritt Flüssigkeit in die Lungenbläschen aus. Der Patient wacht nachts, besonders wenn er flach im Bett liegt, plötzlich mit einem Erstickungsgefühl auf (Orthopnoe). Um schlafen zu können, muss er 3-4 Kissen übereinanderlegen oder sitzend in einem Sessel schlafen. Begleitet wird dies von einem schaumigen/rosafarbenen Auswurf und einem anhaltenden Husten.
Bei der Rechtsherzinsuffizienz sammelt sich die Flüssigkeit nicht in der Lunge, sondern schwerkraftbedingt in den unteren Körperregionen. Wenn man mit dem Finger auf die Knöchel drückt, bleibt eine Delle zurück (eindrückbares Ödem). Darüber hinaus schwillt der Bauch aufgrund von Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum (Aszites) an und es kommt zu Appetitlosigkeit.
Der Goldstandard in der Diagnostik ist die Echokardiographie (ECHO - Herzultraschall). Mit diesem Test wird die Kontraktionskraft des Herzens (Ejektionsfraktion - EF-Wert) millimetergenau gemessen. Im Blut wird der Schweregrad der Insuffizienz durch die Bestimmung des Hormons 'BNP (Pro-BNP)' ermittelt, das anzeigt, dass das Herz gedehnt wird.
Eine Herzinsuffizienz ist ein chronischer Prozess; sie kann nicht vollständig rückgängig gemacht werden, aber mit Medikamenten hervorragend eingestellt werden.
1. Diuretika (Wassertabletten): Befreien den Patienten vor dem Ersticken, indem sie die im Körper und in der Lunge gestaute überschüssige Flüssigkeit über die Nieren ausscheiden.
2. Herzschützende Medikamente: Verabreicht werden ARNI der neuen Generation und Betablocker-Tabletten, die das Herz entlasten und seine Lebensdauer verlängern.
3. Geräte: Im fortgeschrittenen Stadium werden Herzschrittmacher (CRT) oder Defibrillatoren (ICD) implantiert, die dafür sorgen, dass beide Seiten des Herzens gleichzeitig schlagen. In der allerletzten Phase ist eine Herztransplantation erforderlich.
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