Allgemeine Informationen zum Leistenbruch
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um das Heraustreten des Bauchfells und der Därme durch eine Lücke, die infolge einer Schwächung oder eines Risses der die Bauchwand bildenden Muskelschichten in der Leistengegend entsteht, wodurch sich eine Schwellung bildet.
Neben angeborenen anatomischen Schwächen begünstigen schweres Heben, chronischer Husten (COPD/Asthma), chronische Verstopfung, starkes Übergewicht und altersbedingte Muskelschwäche die Entstehung eines Bruchs.
Es handelt sich um eine Schwellung in der Leiste oder in Richtung Hodensack, die beim Stehen und Pressen größer wird und beim Liegen auf dem Rücken kleiner wird oder verschwindet. Diese Schwellung wird von einem Brennen, einem Schwere- und Druckgefühl begleitet.
Wenn das vorgefallene Darmstück in der Bruchpforte eingeklemmt wird und sich nicht mehr zurückschieben lässt (Inkarzeration), wird die Durchblutung dieses Bereichs unterbrochen. Der Darm beginnt abzusterben (Nekrose). Dieser Zustand, der sich durch starke Schmerzen und Erbrechen äußert, erfordert eine Notoperation.
Die körperliche Untersuchung durch den Allgemeinchirurgen ist meist ausreichend. In Verdachtsfällen oder bei kleinen Brüchen im Anfangsstadium wird ein Ultraschall (Sonographie) des oberflächlichen Gewebes angefordert.
Nein, ein gerissenes Muskelgewebe bildet sich durch Medikamente oder ein Korsett nicht zurück. Die einzige dauerhafte Behandlung ist chirurgisch. Bei der Operation werden die ausgetretenen Organe zurückverlagert und der gerissene Bereich wird durch ein synthetisches Netz verstärkt und verschlossen.
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