Allgemeine Informationen zum Kavernom
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist das Zusammenschließen von Kapillaren mit sehr dünnen und unregelmäßigen Wänden, in denen langsam fließendes Blut enthalten ist, im Gehirn- oder Rückenmarksgewebe, wodurch ein brombeerartiges Gefäßknäuel entsteht.
Nein. Kavernome sind vollkommen gutartige (nicht krebsartige) Gefäßanomalien. Es handelt sich nicht um eine zelluläre Wucherung, sondern lediglich um einen angeborenen Defekt in der Gefäßstruktur.
Viele Menschen erleben ihr Leben lang keine Symptome. Wenn jedoch Blut aus diesen dünnwandigen Gefäßen ins Gehirn sickert, beginnen epileptische Anfälle (Epilepsie), hartnäckige Kopfschmerzen, Seh- oder Sprachstörungen und Taubheitsgefühle in den Gliedmaßen (neurologische Defizite).
Kavernome führen nicht wie Aneurysmen (Gefäßaussackungen) zu plötzlichen tödlichen Blutungen mit hohem Druck. Meistens verursachen sie kleine Blutungen in Form von Sickerblutungen, doch wenn das Sickern häufig auftritt, wird das Gehirngewebe geschädigt.
Auf der klassischen Computertomographie (CT) oder bei einer Angiographie sind sie in der Regel nicht sichtbar. Der Goldstandard für die endgültige Diagnose und zur Beurteilung der Struktur der Läsion ist die Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns mit Kontrastmittel.
Kleine Kavernome, die keine Beschwerden verursachen, werden lediglich mit regelmäßigen MRTs überwacht. Wenn sie wiederholte Blutungen verursachen oder epileptische Anfälle auslösen, werden sie von der Neurochirurgie mittels Mikrochirurgie sicher aus dem entsprechenden Bereich entfernt.
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