Allgemeine Informationen zur Schmetterlingsflechte
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine chronische Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) fehlerhaft reagiert und anstelle von Fremdstoffen die eigenen gesunden Gewebe, Zellen und Organe angreift.
Sie wird so genannt, weil sie bei den Patienten (besonders nach Sonneneinstrahlung) einen charakteristischen roten Ausschlag (Schmetterlingserythem) auf dem Gesicht bildet, der auf dem Nasenrücken beginnt, sich auf beide Wangen ausbreitet und in Form und Rändern an die Flügel eines Schmetterlings erinnert.
Neben Gesichtsausschlägen treten auch starke Gelenkschmerzen und Schwellungen, extreme Sonnenempfindlichkeit, anhaltende Müdigkeit, unerklärliches Fieber, Haarausfall und wunde Stellen im Mund auf.
Es ist eine systemische Erkrankung, was bedeutet, dass sie nicht nur die Haut betrifft. Den schwersten Schaden kann sie an den Nieren (Lupusnephritis) anrichten, was zu Nierenversagen führen kann. Sie kann auch den Herzbeutel (Perikarditis) und die Gehirnnerven beeinträchtigen.
Eine klinische Bewertung durch einen Rheumatologen ist unerlässlich. Positive Ergebnisse von Bluttests auf ANA (Antinukleäre Antikörper) und Anti-dsDNA, die einen Fehler im Immunsystem anzeigen, sind diagnostisch aussagekräftig.
Es gibt keine Behandlung, die die Krankheit vollständig beendet (ausmerzt). Das Ziel ist, das Immunsystem zu beruhigen und Organschäden zu verhindern. Eingesetzt werden Malariamedikamente (Hydroxychloroquin), Kortison- (Steroid-) Tabletten und in schweren Fällen das Immunsystem unterdrückende Immunsuppressiva oder Biologika.
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