Allgemeine Informationen zur Knochenmarkentzündung
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist der Zustand, bei dem sich Bakterien oder Pilze im Knochengewebe ansiedeln, sich dort vermehren, eine eitrige (purulente) Infektion verursachen und die Knochenzellen abtöten.
Eine Infektion an einer anderen Stelle, wie z. B. ein Haut- oder Zahnabszess, kann über die Blutbahn auf den Knochen übergreifen. Oder Keime können durch einen offenen Bruch nach einem Verkehrsunfall, orthopädische Platinoperationen und diabetische Fußgeschwüre (nicht heilende Wunden) direkt in den Knochen gelangen.
Starke, pochende Schmerzen über dem infizierten Knochen, deutliche Rötung in diesem Bereich, ein Anstieg der Temperatur, Schwellung, Fieber, Schüttelfrost und manchmal Eiter, der aus der Haut nach außen fließt.
Die Entzündung unterbricht die Durchblutung des Knochens, was dazu führt, dass dieser Teil des Knochens abstirbt (Nekrose). Eine chronisch werdende Osteomyelitis kann dazu führen, dass die Infektion in die Blutbahn gelangt (Sepsis) oder im fortgeschrittenen Stadium die Gliedmaße (Bein etc.) amputiert werden muss.
Im Blut werden die Entzündungswerte (CRP, Blutsenkung) überprüft. Da das Röntgenbild erst späte Befunde liefert, wird ein Ödem im Knochen durch eine Magnetresonanztomographie (MRT) festgestellt. Um den Erreger zu finden, wird Flüssigkeit oder eine Biopsie aus dem Knochen entnommen und eine Kultur angelegt.
Da Knochengewebe eine dichte Struktur hat, ist es für Medikamente schwierig, in den Knochen einzudringen. Daher sind langfristige intravenöse (IV) Antibiotikatherapien von mindestens 4-6 Wochen Dauer erforderlich. Häufig werden Eiter und abgestorbene Knochenfragmente im Knochen operativ ausgeschabt und gesäubert (Debridement).
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