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Çakırtepe Hastanesi
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Kleptomanie (Zwanghaftes Stehlen)

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen über Kleptomanie

Kleptomanie ist eine psychiatrische Erkrankung, bei der eine Person den intensiven und unwiderstehlichen Drang, Gegenstände zu stehlen, nicht kontrollieren kann, ungeachtet ihres finanziellen Werts oder des persönlichen Bedarfs. Sie ist gekennzeichnet durch zunehmende Anspannung vor dem Diebstahl, gefolgt von Erleichterung und anschließenden Schuldgefühlen. In unserer Psychiatrie-Klinik wird sie erfolgreich mit Antidepressiva zur Impulskontrolle und Psychotherapie behandelt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist Kleptomanie?

Es handelt sich um eine Impulskontrollstörung, bei der ein Individuum dem Drang nicht widerstehen kann, Gegenstände zu stehlen, die es für den persönlichen Gebrauch oder wegen ihres materiellen Wertes überhaupt nicht benötigt (manchmal sind es wertlose Dinge).

Was ist der Unterschied zu gewöhnlichem Diebstahl?

Gewöhnlicher Diebstahl wird aus finanziellem Gewinnstreben, Planung und Eigennutz begangen. Ein Kleptomanie-Patient hingegen braucht den gestohlenen Gegenstand nicht und denkt im Moment des Stehlens nicht an das Risiko, erwischt zu werden; er befriedigt sich an der Tat selbst (dem Adrenalin beim Stehlen) und versteckt oder wirft den Gegenstand anschließend weg.

Wie funktioniert der Zyklus?

Kurz vor der Diebstahlshandlung spürt die Person eine zunehmende und unerträgliche innere Anspannung. In dem Moment, in dem sie die Tat ausführt, empfindet sie große Lust, Erleichterung und Befriedigung. Stunden später setzen tiefe Scham, Depressionen und die Angst vor Verhaftung ein.

Warum entsteht sie?

Obwohl die genaue Ursache nicht vollständig bekannt ist, geht man davon aus, dass chemische Ungleichgewichte, die das Belohnungszentrum des Gehirns (Dopamin und Serotonin) beeinflussen, Tendenzen zur Zwangsstörung (Zwangserkrankung) und starker Stress diesen Impuls auslösen.

Wie wird sie diagnostiziert?

Patienten verheimlichen es oft, weil sie sich schämen oder Angst vor strafrechtlicher Verfolgung haben. Die Diagnose wird gestellt, wenn die Person in einer klinisch-psychiatrischen Beurteilung bestätigt, dass sie diese Handlung nicht aus finanziellem Gewinn oder Wut, sondern aufgrund einer impulsiven Anspannung begeht.

Wie wird sie behandelt?

Medikamente aus der Gruppe der Antidepressiva (SSRI) werden eingesetzt, um impulsive Verhaltensweisen und wiederkehrende Gedanken zu unterdrücken. Begleitend zur medikamentösen Behandlung werden dem Patienten durch Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) Techniken vermittelt, wie er den Drang zum Stehlen bewältigen kann, wenn dieser auftritt.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


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