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Çakırtepe Hastanesi
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Klinefelter-Syndrom

Diagnose, Symptome und Behandlungsmethoden.

Allgemeine Informationen zum Klinefelter-Syndrom

Das Klinefelter-Syndrom ist eine erbliche Erkrankung, die durch das Vorhandensein eines zusätzlichen X-Chromosoms (47,XXY) in den Zellen von Männern entsteht. Kleinbleibende Hoden, unzureichende Testosteronproduktion, Brustwachstum (Gynäkomastie) und Unfruchtbarkeit (Infertilität) sind die auffälligsten Merkmale. In unserer Abteilung für Urologie wird die Lebensqualität der Patienten durch Testosteronersatztherapien und Techniken der assistierten Reproduktion unterstützt.

Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen

Detaillierte Informationen zur Erkrankung finden Sie unter den folgenden Rubriken.
Was ist das Klinefelter-Syndrom?

Während Männer normalerweise einen Chromosomensatz von 46,XY haben sollten, handelt es sich hierbei um den Zustand, bei dem durch einen Fehler während der Zellteilung ein zusätzliches weibliches Chromosom hinzugefügt wird und somit eine 47,XXY-Genetik vorliegt.

Was sind die körperlichen Symptome?

Sie werden nach der Pubertät deutlich. Ein großer Wuchs (lange Arme und Beine), wesentlich kleinere und härtere Hoden als normal, spärliche Bart-/Körperbehaarung, Muskelschwäche und Brustvergrößerung (Gynäkomastie) treten auf.

Warum kommt es zu einem Testosteronmangel?

Das zusätzliche X-Chromosom verhindert die vollständige Entwicklung des Hodengewebes. Die unterentwickelten Hoden können nicht ausreichend Testosteron produzieren, das für die männlichen Merkmale (Stimmbruch, Muskelentwicklung) sorgt.

Führt es zwangsläufig zur Unfruchtbarkeit (Infertilität)?

Ja, das auffälligste Resultat des Syndroms ist Unfruchtbarkeit. Die überwiegende Mehrheit der Patienten hat überhaupt keine Spermien im Sperma (Azoospermie). Heutzutage können jedoch durch eine Mikro-TESE-Operation lebende Spermien im Hoden gefunden werden, wodurch die Chance auf eine künstliche Befruchtung (IVF) besteht.

Wie wird es diagnostiziert?

Bei Vorliegen von Beschwerden wie einer verzögerten Pubertät oder unerfülltem Kinderwunsch zeigen hormonelle Bluttests einen niedrigen Testosteronspiegel sowie hohe FSH- und LH-Werte. Die endgültige Diagnose wird durch eine Chromosomenanalyse (Karyotypisierung) gestellt, bei der das zusätzliche X-Chromosom in der DNA nachgewiesen wird.

Gibt es eine Behandlung?

Die genetische Veranlagung lässt sich nicht ändern. Um jedoch das fehlende männliche Hormon des Patienten zu ersetzen, wird lebenslang eine regelmäßige Testosteronersatztherapie (Spritze oder Gel) angewendet. Diese Behandlung beugt Knochenschwund vor und verbessert die muskulären und sexuellen Funktionen.

Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.


In diesem Bereich finden Sie alle Informationen zu Ihrer Behandlung und Ihrem Krankenhausaufenthalt.

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