Allgemeine Informationen zur Klaustrophobie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein unkontrollierbarer und extremer Angstzustand (Phobie), den eine Person empfindet, wenn sie sich in geschlossenen, engen Räumen aufhält oder in Bereichen, aus denen sie glaubt, nur schwer entkommen zu können.
Kleine fensterlose Räume, Aufzüge, U-Bahnen, Tunnel, Flugzeugkabinen, verschlossene Toiletten und insbesondere das Betreten geschlossener MRT-Geräte in Krankenhäusern lösen die Phobie direkt aus.
Das Betreten eines geschlossenen Raumes (oder auch nur der Gedanke daran) löst bei der Person das Gefühl aus, ersticken oder nicht atmen zu können. Herzklopfen, Zittern, kalter Schweiß, Engegefühl in der Brust und der Drang, schreiend wegzulaufen, setzen ein.
Sie geht meist auf ein traumatisches Ereignis in der Kindheit zurück (z. B. das Eingesperrtsein in einem dunklen Schrank). Sie wird auch als evolutionäre Alarmreaktion der Amygdala, dem Gefahrenerkennungszentrum des Gehirns, auf räumliche Beengung erklärt.
Die ständige Aufschiebung oder Vermeidung des Alltagslebens, der Arbeit oder von Gesundheitschecks (wie das Unvermögen, sich einer MRT-Untersuchung zu unterziehen) aufgrund dieser Angst reicht für eine psychiatrische Diagnose aus.
Zur Veränderung der Angstursache wird die Kognitive Verhaltenstherapie (KVT) eingesetzt. Bei der 'Systematischen Desensibilisierung (Exposition)', einer der wirksamsten Methoden, wird die Person in einer sicheren Umgebung unter fachkundiger Aufsicht langsam und kontrolliert an geschlossene Räume gewöhnt. Bei Bedarf werden vorübergehend angstlösende Medikamente verabreicht.
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