Allgemeine Informationen zum Kounis-Syndrom
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein allergisch bedingter akuter Herzinfarkt, der entsteht, wenn die bei einem schweren allergischen Schock in das Blut freigesetzten Chemikalien die Herzkranzgefäße plötzlich zusammenziehen (Spasmus) oder einen Cholesterin-Plaque in der Gefäßwand aufreißen lassen.
Die Ursache eines normalen Herzinfarkts ist die im Laufe der Zeit entstehende Gefäßverkalkung. Beim Kounis-Syndrom ist das Geschehen rein allergischer Natur; der Herzinfarkt tritt gleichzeitig mit Symptomen eines allergischen Schocks wie Nesselsucht, Atemnot und niedrigem Blutdruck auf.
Bienen- und Insektenstiche, Lebensmittelallergien wie gegen Meeresfrüchte oder Erdnüsse, allergische Reaktionen auf Medikamente wie Antibiotika/Schmerzmittel und sogar bestimmte Kontrastmittel (für Röntgenuntersuchungen) können das Syndrom auslösen.
Es beginnt mit weit verbreiteter Rötung, Juckreiz am ganzen Körper und Schwellungen im Gesicht. Unmittelbar danach entwickeln sich starker Druck auf der Brust, in den linken Arm ausstrahlende Schmerzen, Atemnot, Herzklopfen und ein Ohnmachtsgefühl (Schock).
Das parallel zu den allergischen Beschwerden des Patienten aufgezeichnete EKG zeigt Anzeichen eines Herzinfarkts. Bei Bluttests sind gleichzeitig die Herzkadenzwerte (Troponin) und die Allergie-Enzyme (Histamin, Tryptase) stark erhöht.
Es erfordert ein sehr sensibles Gleichgewicht. Denn Medikamente, die die Allergie heilen, können das Herz schädigen, und Herzinfarktmedikamente können die Allergie verschlimmern. Unter der Aufsicht eines Facharztes werden in erster Linie krampflösende Gefäßerweiterer, Kortikosteroide und vorsichtig dosierte Antihistaminika/Adrenalin eingesetzt.
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