Allgemeine Informationen zur chronischen lymphatischen Leukämie
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist der Zustand, bei dem weiße Blutkörperchen namens 'Lymphozyten', die Teil des Immunsystems sind, im Knochenmark fehlerhaft produziert werden und sich übermäßig vermehren, wodurch gesunde Blutzellen unterdrückt werden.
Akute Leukämien verlaufen innerhalb von Tagen oder Wochen sehr schnell und aggressiv und erfordern sofortiges Eingreifen. Die CLL hingegen ist chronisch; sie verläuft über Monate oder sogar Jahre schleichend und sehr langsam.
In der Frühphase verursacht sie meist keine Symptome und wird zufällig bei Routine-Blutuntersuchungen entdeckt. Im fortgeschrittenen Stadium treten schmerzlose Lymphknotenschwellungen an Hals, Achselhöhlen und Leisten, extreme Müdigkeit, Nachtschweiß und häufige Infektionen auf.
Ja. Die Krebszellen können sich neben den Lymphknoten auch in der Milz und der Leber ansammeln, was zu einer Vergrößerung dieser Organe (Splenomegalie/Hepatomegalie) führt und ein Völlegefühl im Bauchraum sowie ein rasches Sättigungsgefühl verursachen kann.
Ein Verdacht entsteht, wenn bei einem großen Blutbild der Anteil der Lymphozyten extrem hoch ist. Die endgültige Diagnose wird durch 'Durchflusszytometrie' (Analyse von Zelloberflächenmarkern) am Blut oder Knochenmark gestellt.
Da die Krankheit langsam voranschreitet, werden im Frühstadium keine Medikamente verabreicht; sie wird lediglich in regelmäßigen Abständen überwacht (Wait-and-See, „Beobachten und Abwarten“). Wenn eine Blutarmut einsetzt, die Lymphknoten/Milz stark anwachsen oder die Beschwerden zunehmen, wird mit zielgerichteten Medikamenten (BTK-Inhibitoren) und Chemotherapie begonnen.
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