Allgemeine Informationen zur chronischen Veneninsuffizienz
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist die Funktionsstörung der Einwegklappen in den Venen, die das sauerstoffarme Blut gegen die Schwerkraft nach oben (zum Herzen) transportieren, was zu einem Rückfluss des Blutes und einem Druckaufbau im Bein führt.
Die genetische Veranlagung ist der Hauptgrund. Altern, Übergewicht, Schwangerschaft, Berufe, die ständiges Stehen oder unbewegliches Sitzen erfordern, sowie eine durchgemachte tiefe Venenthrombose (TVT) schädigen die Klappen.
Zunehmendes Schweregefühl und Schmerzen in den Beinen am Ende des Tages, Schwellungen an den Knöcheln (Ödeme), rötliche/bläuliche geplatzte Kapillargefäße auf der Haut, bräunliche Hautverfärbungen und nächtliche Krämpfe.
Der hohe Druck in der Vene zerstört im Laufe der Zeit das Unterhautgewebe und beeinträchtigt dessen Nährstoffversorgung. Im fortgeschrittenen Stadium entstehen tiefe, offene und nässende Wunden (Ulcus cruris venosum), die meist an der Innenseite des Knöchels liegen und nicht heilen.
Nach der Untersuchung durch den Herz-Kreislauf-Chirurgen werden mittels einer im Stehen durchgeführten venösen Farbdoppler-Ultraschalluntersuchung die Gefäßdurchmesser und die Menge des zurückfließenden Blutes (Refluxzeit) millimetergenau gemessen.
Im Frühstadium werden Kompressionsstrümpfe (Kompression), Hochlegen der Beine zur Entspannung und medikamentöse Therapien angewandt. Im fortgeschrittenen Stadium wird das defekte Gefäß nicht-chirurgisch von innen mit Laser, Radiofrequenz oder medizinischem Schaum/Kleber verschlossen, sodass das Blut in gesunde Gefäße umgeleitet wird.
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