Allgemeine Informationen zur Tollwut
Krankheitsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine virale Infektion, die durch ein Virus aus der Familie der Rhabdoviridae verursacht wird, sich im Gehirn und Rückenmark einnistet, eine schwere Gehirnentzündung (Enzephalitis) hervorruft und, sobald Symptome auftreten, zu fast 100 % tödlich endet.
Sie wird übertragen, wenn Tiere, die das Tollwutvirus in sich tragen (insbesondere Hunde, Katzen, Fledermäuse, Füchse), einen Menschen beißen, kratzen oder wenn ihr Speichel in eine offene Wunde oder auf die Schleimhäute von Augen/Mund gelangt.
Nach einem Biss dauert es in der Regel 1 bis 3 Monate, bis das Virus das Gehirn erreicht; je nach Nähe der Bissstelle zum Kopf kann sich diese Zeitspanne jedoch auf wenige Tage verkürzen oder auf bis zu 1 Jahr verlängern.
Sie beginnt mit Juckreiz und Schmerzen an der Bissstelle. Erreicht das Virus das Gehirn, entwickeln sich heftige Krämpfe der Schluckmuskulatur (Wasserscheu/Hydrophobie), übermäßiger Speichelfluss, Halluzinationen, Aggressivität, Lähmungen und schließlich ein Koma.
Die gebissene Stelle muss unverzüglich und ohne Zeitverlust für mindestens 15 Minuten kräftig mit viel Wasser und Seife (wenn möglich mit Jodlösung) gewaschen werden. Diese einfache Waschung reduziert die Viruslast erheblich. Anschließend muss umgehend eine Gesundheitseinrichtung aufgesucht werden.
Absolut ja. Die Tollwutimpfung und das Tollwut-Antiserum (Immunglobulin), das um die Wunde herum verabreicht wird, verhindern die Krankheit zu 100 %, wenn sie angewendet werden, bevor nach dem Biss Symptome auftreten (das Virus das Gehirn erreicht). Sobald Symptome aufgetreten sind, ist keine medizinische Behandlung mehr wirksam.
Die Inhalte unserer Gesundheitsbibliothek dienen nur zu Informationszwecken und basieren auf wissenschaftlichen Daten zum Zeitpunkt der Aufzeichnung. Bei Fragen, Bedenken, Diagnosen oder Behandlungen bezüglich Ihrer Gesundheit wenden Sie sich bitte an Ihren Arzt oder eine Gesundheitseinrichtung.



