Allgemeine Informationen zum Cluster-Kopfschmerz
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine der stärksten in der Medizin bekannten Schmerzformen, die in Form von Wochen oder Monate andauernden Perioden (Clustern) auftritt, monatelang verschwindet und extrem heftige, einseitige Kopfschmerzattacken verursacht.
Die Intensität des Schmerzes ist so unerträglich und bohrend (als ob ein Spieß hinter das Auge getrieben würde), dass das Leiden während einer Attacke ein unerträgliches Ausmaß erreicht, weshalb er im Volksmund so genannt wird.
Migränepatienten möchten sich in einem dunklen und ruhigen Raum hinlegen und ausruhen. Cluster-Kopfschmerz-Patienten hingegen können wegen des Schmerzes nicht stillsitzen, gehen ständig auf und ab, wiegen sich hin und her oder neigen dazu, den Kopf gegen die Wand zu schlagen. Die Attacken sind viel kürzer als bei Migräne (15–90 Min.).
Es kommt zu einer Bindehautrötung (Injektion) des Auges auf der betroffenen Seite, ständigem Tränenfluss, einem herabhängenden Augenlid (Ptosis) und einer Verstopfung oder wässrigem Laufen des Nasenlochs auf derselben Seite.
Die Diagnose wird klinisch durch einen Neurologen gestellt, der die Attackenanamnese und die Symptome des Patienten auswertet. Ein MRT des Gehirns wird durchgeführt, um sicherzustellen, dass keine andere Ursache im Gehirn vorliegt (Tumor, Aneurysma usw.).
Normale Schmerzmittel helfen nicht. Das Inhalieren von 100 % reinem Sauerstoff über eine Maske zu Beginn der Attacke sowie Triptan-Injektionen stoppen den Schmerz innerhalb von 15 Minuten. Um die Cluster-Periode zu unterbrechen, werden vorbeugende Tabletten wie Verapamil oder Lithium eingesetzt.
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