Allgemeine Informationen zur Trichterbrust
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist ein Zustand, bei dem das Brustbein (Sternum), das sich vorne in der Mitte des Brustkorbs befindet, trichterförmig nach innen in Richtung der Rückenknochen eingesunken ist.
Es handelt sich um eine genetisch vererbte Bindegewebs- und Knorpelerkrankung. Ein abnormales Wachstum der Knorpel, die am Brustbein befestigt sind, zieht den Knochen nach innen.
Leichte Vertiefungen sind nur ein ästhetisches Problem. Tiefe Einsenkungen (Trichter) können jedoch physischen Druck auf das rechte Herz und die Lunge ausüben, was bei Anstrengung zu Atemnot, Brustschmerzen und Herzklopfen führen kann.
Besonders in der Pubertät führt die Störung der Körperwahrnehmung beim Kind zu einem erheblichen Mangel an Selbstvertrauen, Schamgefühl beim Ausziehen des T-Shirts (Vermeidung von Meer/Schwimmbad) und sozialer Isolation.
In jungen Jahren, wenn die Knochen noch flexibel sind, kann die Vertiefung ohne Operation behandelt werden, indem der Knochen mit einem von außen auf die Brust aufgesetzten 'Vakuumglocken'-Gerät (Vacuum Bell) nach außen gezogen wird.
Es ist eine moderne und geschlossene (minimalinvasive) Methode. Unter Kamerakontrolle wird durch kleine Schnitte an beiden Seiten des Brustkorbs ein gebogener Stahl-/Titanbügel hinter dem Brustbein platziert. Durch Drehen des Bügels wird der eingesunkene Knochen sofort nach außen gedrückt und die Form korrigiert; der Bügel wird nach 2-3 Jahren entfernt.
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