Allgemeine Informationen zum Lymphom
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist die Bildung von Tumoren in Lymphknoten, Milz, Knochenmark oder anderen Organen durch das krebsartige Entarten von Lymphozytenzellen, den Soldaten des Immunsystems.
Sie werden nach einer Biopsie unter dem Mikroskop anhand des Zelltyps unterschieden. Beim Hodgkin-Lymphom finden sich riesige, anormale Zellen, die als 'Reed-Sternberg'-Zellen bezeichnet werden, und es ist im Allgemeinen besser vorhersehbar und viel leichter zu behandeln. Das Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) hingegen kommt häufiger vor, hat sehr viele Unterarten und neigt dazu, sich diffuser im Körper auszubreiten.
Absolut nicht. Die Lymphknoten am Hals schwellen selbst bei Karies oder einer einfachen Halsinfektion an, aber diese Schwellungen sind schmerzhaft und bilden sich zurück, wenn die Erreger verschwunden sind. Lymphom-Schwellungen hingegen sind in der Regel schmerzlose, gummiartige, allmählich wachsende Schwellungen, die über Wochen nicht abklingen.
Neben der schmerzlosen Lymphknotenschwellung treten beim Patienten 3 klassische Anzeichen auf, die als 'B-Symptome' bezeichnet werden:
1. Unerklärliches, anhaltendes, hohes Fieber.
2. Starker Nachtschweiß, bei dem die Bettlaken durchnässt werden.
3. Gewichtsverlust von mehr als 10 % des Körpergewichts in den letzten 6 Monaten ohne Diät. Ständige Müdigkeit und starker Hautjuckreiz kommen ebenfalls häufig vor.
Die endgültige Diagnose wird durch eine Lymphknotenbiopsie (Exzisionsbiopsie) gestellt. Anstatt mit einer Nadel ein Stück zu entnehmen, ist die chirurgische vollständige Entfernung des geschwollenen Lymphknotens und dessen Untersuchung in der Pathologie der Goldstandard. Ein PET-CT-Scan und eine Knochenmarkbiopsie werden durchgeführt, um die Ausbreitung der Krankheit im Körper zu sehen (Staging).
Die Erfolgsquote der Behandlung ist sehr hoch. Die Grundbehandlung ist eine Kombination aus Chemotherapie und auf die betroffene Region angewendeter Strahlentherapie (Bestrahlung). Heutzutage wird routinemäßig eine Immuntherapie (intelligente Medikamente/monoklonale Antikörper) eingesetzt, die Krebszellen direkt angreift und das Immunsystem gegen den Tumor provoziert. Bei rezidivierenden, resistenten Fällen wird eine autologe Stammzelltransplantation (Knochenmarktransplantation) durchgeführt, bei der gesunde Stammzellen aus dem eigenen Blut des Patienten entnommen werden, wodurch die Krankheit auf null zurückgesetzt wird.
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