Allgemeine Informationen zum Masochismus
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist der Zustand, in dem man intensiv und wiederkehrend sexuelle Lust oder psychologische Befriedigung daraus zieht, physisch oder psychisch zu leiden, gedemütigt zu werden oder kontrolliert zu werden.
Sadismus ist der Zustand, in dem man Lust empfindet, indem man anderen Schmerz zufügt oder sie demütigt. Masochismus ist genau das Gegenteil: Die Lust, Schmerz und Demütigung am eigenen Leib zu erfahren.
Nein. Um eine psychiatrische Diagnose (Sexuelle Masochismus-Störung) stellen zu können, müssen diese Fantasien und Handlungen bei der Person klinisch bedeutsamen Leidensdruck verursachen, ihr soziales oder berufliches Leben beeinträchtigen oder ein Ausmaß erreichen, das der Person physischen Schaden zufügt.
Die genaue Ursache ist unbekannt. Traumata in der Kindheit, Missbrauch, die falsche Verknüpfung von Schmerz und sexueller Lust im Gehirn (Konditionierung) sowie Probleme bei der Identitätsentwicklung können eine Rolle spielen.
Die Diagnose wird durch detaillierte klinische Bewertungen eines Psychiaters oder klinischen Psychologen basierend auf den DSM-5-Diagnosekriterien und durch Anhörung der Geschichte der sexuellen Impulse des Patienten gestellt.
In der Behandlung wird die kognitive Verhaltenstherapie (KVT) angewendet, die der Person beibringt, wie sie diese Impulse sicher steuern kann. Wenn die Handlungen gefährliche Ausmaße annehmen, können antiandrogene Medikamente, die die sexuellen Impulse verringern, oder Antidepressiva aus der SSRI-Gruppe eingesetzt werden.
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