Allgemeine Informationen zur Meningitis
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um eine akute und gefährliche Entzündung, die durch Erreger verursacht wird, die in den mit Flüssigkeit gefüllten Raum der Hirnhäute eindringen, welche die wichtigste Schutzbarriere des zentralen Nervensystems darstellen.
Die virale Meningitis (durch Viren verursacht) ist häufiger, verläuft vergleichsweise mild und kann von selbst ausheilen. Die bakterielle Meningitis (Pneumokokken, Meningokokken) hingegen ist ein medizinischer Notfall, der innerhalb von Sekunden oder Stunden rapide fortschreitet und ohne sofortige Intervention zu Hirnschäden oder zum Tod führt.
Die klassische Trias der Erkrankung besteht aus: starken und anhaltenden Kopfschmerzen, plötzlich einsetzendem hohem Fieber und einer ausgeprägten Nackensteifigkeit (das Kinn kann nicht auf die Brust gelegt werden).
Insbesondere die durch Meningokokken-Bakterien verursachte Meningitis wird rasch per Tröpfcheninfektion durch Husten, Niesen und Küssen (über den Speichel) übertragen und kann zu Epidemien führen.
Der einzige und sichere Weg, die Entzündung der Hirnhäute nachzuweisen, ist die 'Lumbalpunktion' (Nervenwasserentnahme). Dabei wird Liquor cerebrospinalis (Nervenwasser) mit einer feinen Nadel zwischen den Lendenwirbeln entnommen und im Labor auf Erreger untersucht.
Bei Verdacht auf eine bakterielle Ursache wird im Krankenhaus unverzüglich eine hochwirksame intravenöse Antibiotikatherapie und manchmal eine Kortisonbehandlung zur Reduzierung des Hirnödems eingeleitet, noch bevor das Liquorergebnis vorliegt. Bei einer Meningokokken-Meningitis erhalten auch Kontaktpersonen des Patienten eine schützende (prophylaktische) Antibiotikatherapie.
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