Allgemeine Informationen zum Morbus Menière
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um einen Überdruckzustand im Innenohr (Innenohr-Hypertonus), der durch eine Zunahme der Menge oder des Drucks der Flüssigkeit (Endolymphe) in den Gängen des Innenohrs entsteht, welches sowohl das Hör- als auch das Gleichgewichtsorgan beherbergt.
Sie beginnen plötzlich und ohne Vorwarnung. Es kommt zu heftigem Drehschwindel (Vertigo), bei dem sich die Umgebung rasant zu drehen scheint, Übelkeit, Erbrechen und einem lauten Rauschen/Sausen im betroffenen Ohr. Ein Anfall kann zwischen 20 Minuten und mehreren Stunden andauern.
Ja. In den frühen Stadien der Erkrankung bildet sich der während des Anfalls auftretende Hörverlust danach wieder zurück. Im Laufe der Jahre zerstören die wiederkehrenden Anfalle jedoch die Hörnerven, was zu einer bleibenden Taubheit (Schwerhörigkeit vom Innenohrtyp) auf diesem Ohr führt.
Übermäßiger Salzkonsum (erhöht die Flüssigkeitsretention), Stress, übermäßiger Koffeinkonsum, Rauchen und bestimmte allergische Reaktionen erhöhen den Druck im Innenohr und lösen Schwindelanfalle aus.
Es gibt keinen spezifischen MRT-Befund. Der HNO-Arzt stellt die klinische Diagnose anhand der Anfallshistorie, dem Nachweis eines Tiefton-Hörverlusts im Audiogramm und dem Ausschluss anderer Erkrankungen, die Schwindel verursachen.
Eine salzarme Ernährung ist der wichtigste Schritt. Es werden harntreibende Medikamente (Diuretika) zur Senkung des Flüssigkeitsdrucks sowie Schwindelmedikamente zur Linderung akuter Symptome verabreicht. Bei therapieresistenten, schweren Fällen wird Kortison oder ein Antibiotikum (Gentamicin) durch das Trommelfell in das Mittelohr injiziert.
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