Allgemeine Informationen zum Blasenkrebs
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist eine bösartige Erkrankung, bei der die Zellen, die die Innenfläche (Schleimhaut) des ballonförmigen Organs (der Harnblase) zur Speicherung des von den Nieren gefilterten Urins auskleiden, entarten und in das Lumen veya das Muskelgewebe des Organs einwachsen.
Der mit Abstand größte Feind und die Hauptursache ist das RAUCHEN! Die krebserregenden Stoffe im Tabak gelangen über die Lunge ins Blut, werden von den Nieren gefiltert und verbleiben stundenlang mit dem Urin in der Blase. Da die Innenschicht der Blase ständig mit diesen giftigen Chemikalien in Kontakt kommt, beginnt sie, Krebszellen zu bilden.
Das alarmierendste und wichtigste Symptom der Erkrankung ist das plötzliche Auftreten von sichtbarem, hellrotem, tee- oder colafarbenem BLUT IM URIN ohne jegliche Schmerzen oder Brennen (schmerzlose Hämaturie). Selbst wenn es nur einmal auftritt und der Urin monatelang wieder normal aussieht, ist dies ein ernstes Warnzeichen, das niemals ignoriert werden darf.
Blasenkrebs wird in zwei Stadien unterteilt: Befindet sich der Krebs nur auf der Oberflächenschleimhaut der Harnblase (oberflächlich - nicht muskelinvasiv), kann er durch eine geschlossene Operation leicht abgetragen und geheilt werden. Ist der Krebs jedoch bereits in die tiefe MUSKELSCHICHT der Blase eingewachsen, besteht das Risiko einer Streuung (Metastasierung) in die Lymphknoten und die Lunge, was die Entfernung der gesamten Blase erforderlich macht.
Mittels Ultraschall lassen sich blumenkohlartige Raumforderungen in der Blase darstellen. Die Sicherung der Diagnose erfolgt über eine Zystoskopie (Blasenspiegelung). Der Urologe führt ein dünnes Endoskop mit einer Kamera durch die Harnröhrenöffnung ein, untersucht das Innere der Blase in HD-Qualität und entnimmt eine Gewebeprobe (Biopsie) des Tumors.
Im Frühstadium (TUR-B): Über die Harnröhre wird das Tumorgewebe von innen heraus mittels Strom oder Laser abgetragen (ohne offene Wunden). Um ein Wiederauftreten der Erkrankung zu verhindern, wird eine Chemotherapie-Lösung direkt in die Blase instilliert.
Im fortgeschrittenen (muskelinvasiven) Stadium: Zur Lebensrettung wird eine radikale Zystektomie durchgeführt, d. h. die Blase und die umgebenden Lymphknoten werden vollständig entfernt. Als Ersatz für die entfernte Blase wird aus einem Teil des patienteneigenen Dünndarms eine neue Harnblase (Neoblase) rekonstruiert, sodass der Patient auf natürlichem Weg Wasser lassen kann, oder der Urin wird über eine künstliche Ausleitung (Stoma) an der Bauchwand abgeleitet.
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