Allgemeine Informationen zum Magenkrebs
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich um einen Zustand, bei dem die Zellen der inneren Magenschleimhaut mutieren, sich unkontrolliert vermehren, einen Tumor bilden und durch die Magenwand brechen, um in andere Organe (Leber, Lunge) zu streuen.
Helicobacter-pylori-Bakterium: Eine unbehandelte chronische Infektion führt zu einer Ausdünnung der Magenschleimhaut (atrophische Gastritis) und begünstigt Krebs.
Ernährung: Übermäßig gesalzene, geräucherte (gegrilltes, verbranntes Fleisch), gepökelte Lebensmittel und nitrathaltige abgepackte Produkte (Wurstwaren) stellen ein großes Risiko dar. Zudem vervielfachen Rauchen, Adipositas und eine familiäre Vorgeschichte das Krebsrisiko.
Im Frühstadium treten meist keinerlei Symptome auf. Es kommt zu leichtem Sodbrennen, Blähungen und Aufstoßen (der Patient deutet dies als harmlose Gastritis). In fortgeschrittenen Stadien setzen ein vorzeitiges Sättigungsgefühl selbst bei geringer Nahrungsaufnahme, Schluckbeschwerden, ständige Magenschmerzen, Kaffeesatzbrechen (Bluterbrechen), teerschwarzer Stuhlgang, ausgeprägte Appetitlosigkeit, Müdigkeit (Anämie) und ein rascher Gewichtsverlust ein.
Personen mit Magenkrebsfällen in der Familie unabhängig vom Alter; aber auch alle Personen über 45–50 Jahre, bei denen neuartige Magenschmerzen, Gewichtsverlust oder ein vorzeitiges Sättigungsgefühl auftreten, sollten ohne Zeitverlust eine Endoskopie durchführen lassen.
Der einzige und sichere Weg zur Diagnose ist eine Gastroskopie (Magenspiegelung). Mittels Kamera wird das Mageninnere detailliert untersucht, und aus geschwürigen oder erhabenen verdächtigen Läsionen werden mehrfache Gewebeproben (Biopsien) entnommen, um pathologisch nach Krebszellen zu suchen. Zur Bestimmung der Ausbreitung werden eine Kontrastmittel-Computertomographie (CT) und ein PET-CT durchgeführt.
Die primäre Therapie ist die Operation. Je nach Lage und Größe des Tumors wird ein Teil des Magens (subtotale Gastrektomie) oder der gesamte Magen (totale Gastrektomie) zusammen mit den umgebenden Lymphknoten laparoskopisch (geschlossen) oder offen entfernt. Bei einer vollständigen Magenentfernung wird die Speiseröhre direkt an den Dünndarm genäht. Patienten können durch spezielle Diäten und Vitaminsubstitution (B12) ohne Magen ihr Leben fortführen. Zur Unterstützung der Operation wird routinemäßig eine Chemotherapie durchgeführt.
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