Allgemeine Informationen über Mycosis fungoides
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es handelt sich nicht um eine Form von Hautkrebs (Melanom), sondern um eine spezielle Form von Lymphom (Blutkrebs), bei der sich weiße Blutkörperchen (T-Lymphozyten) bösartig verändern und sich direkt in der Haut statt im Blutkreislauf ansiedeln.
In den ersten Stadien der Erkrankung (Ekzem- und Plaque-Stadium) treten rote, schuppige und juckende Flecken auf der Haut auf. Bis diese Flecken unter dem Mikroskop vollständig geklärt sind, werden sie jahrelang fälschlicherweise für ein Ekzem oder einen Pilz gehalten und mit Salben behandelt.
In den Anfangsstadien zeigen sich flache, rote Flecken auf der Haut. Im Laufe der Jahre verdicken sich diese Flecken und verwandeln sich in erhabene Plaques. Im fortgeschrittensten Stadium (Tumorstadium) bilden sich auf der Haut riesige rote/violette Krebsmassen, die an Pilze oder Tomaten erinnern und Wunden verursachen.
Die Erkrankung bleibt in der Regel über Jahre hinweg nur auf die Haut beschränkt. In einigen fortgeschrittenen Fällen (Sézary-Syndrom) gelangen die Krebszellen jedoch von der Haut zurück in das Blut, in die Lymphknoten und in innere Organe wie Leber/Milz, was zu einer systemischen Leukämie führt.
Aus den verdächtigen ekzemähnlichen Läsionen werden fortlaufende Hautbiopsien entnommen und pathologisch untersucht. Die endgültige Diagnose wird durch den Nachweis der atypischen (bösartigen) Anordnung der Lymphozytenzellen gestellt.
Im Frühstadium kann die Erkrankung durch eine rein auf die Haut ausgerichtete UV-Lichttherapie (PUVA/Phototherapie), lokale Strahlentherapie und kortisonhaltige/chemotherapeutische Cremes vollständig gestoppt werden. In fortgeschrittenen Tumorstadien sind eine systemische Chemotherapie und zielgerichtete Smart-Medikamente zwingend erforderlich.
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