Allgemeine Informationen über das Moebius-Syndrom
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist eine angeborene genetische Erkrankung, die durch das vollständige oder teilweise Fehlen der Nerven verursacht wird, welche für den Gesichtsausdruck (Mimik) sorgen und die Seitwärtsbewegung der Augen steuern.
Da der 7. Hirnnerv (Fazialisnerv) nicht entwickelt ist, zeigt das Gesicht keinerlei Ausdruck, egal ob die Person glücklich oder traurig ist. Der Patient kann nicht lächeln, die Lippen nicht spitzen, und beim Weinen bleibt das Gesicht starr (Maskengesicht).
Da der 6. Hirnnerv nicht entwickelt ist, können die Augen nicht nach rechts oder links (zur Seite) bewegt werden. Wenn sie zur Seite blicken wollen, müssen sie ihren Kopf vollständig in diese Richtung drehen.
Nein. Bei der großen Mehrheit der Patienten mit Moebius-Syndrom sind Intelligenz und geistige Entwicklung völlig normal. Aufgrund der fehlenden Mimik werden sie von ihrer Umwelt lediglich falsch (als gleichgültig oder gefühllos) wahrgenommen.
Die klinische Diagnose erfolgt nach der Geburt, wenn das Gesicht des Babys beim Weinen unbeweglich bleibt, Saugschwierigkeiten auftreten und die Augenlider nicht vollständig geschlossen werden können.
Es ist unmöglich, verlorene Nerven medikamentös wiederherzustellen. Durch spezielle plastisch-chirurgische Eingriffe, die als „Lächeln-Chirurgie“ bezeichnet werden, werden Muskel- und Gefäßpakete aus dem Bein (M. gracilis) des Patienten mittels Mikrochirurgie in das Gesicht transplantiert, um dem Patienten die Fähigkeit zu lächeln zurückzugeben.
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