Allgemeine Informationen über das Multiple Myelom
Erkrankungsdetails und häufig gestellte Fragen
Es ist die bösartige Veränderung von „Plasmazellen“ im Knochenmark, die eigentlich die Antikörper des Immunsystems zur Infektionsbekämpfung produzieren, und die Bildung von Tumoren, die sich im gesamten Skelettsystem ausbreiten.
Die bösartigen Plasmazellen scheiden eine Substanz aus, die die knochenabbauenden Zellen (Osteoklasten) stimuliert. Dies führt dazu, dass Knochen, insbesondere Wirbelsäule, Schädel und Rippen, von innen heraus abgebaut werden (lytische Läsionen) und wie von Motten zerfressen durchlöchert werden.
Es handelt sich um die 4 Hauptbefunde, die bei der Diagnose der Erkrankung herangezogen werden: C (Kalziumerhöhung/Hyperkalzämie), R (Renale/Niereninsuffizienz), A (Anämie/Blutarmut), B (Bone/Knochenschmerzen und Brüche).
Die Krebszellen produzieren riesige Mengen eines nutzlosen und fehlerhaften, einheitlichen Antikörpers (M-Protein oder monoklonales Protein). Diese Proteine verdicken das Blut und können die Nierenfilter verstopfen, was zu Nierenversagen führt.
Durch Blut- und Urinelektrophorese-Tests wird das fehlerhafte M-Protein im Blut gemessen. Mit PET-CT oder Ganzkörper-MRT werden die Knochenauflösungen festgestellt. Die endgültige Diagnose und die Dichte der Krebszellen werden durch eine Knochenmarksbiopsie bestimmt.
Statt klassischer Chemotherapie wird auf Kombinationen aus Smart-Medikamenten (Bortezomib, Lenalidomid, Daratumumab) und hochdosiertem Kortison zurückgegriffen. Nach Erreichen einer Remission wird eine autologe Stammzelltransplantation aus eigenen Zellen des Patienten durchgeführt, um die Erkrankung über Jahre hinweg schlafend zu halten.
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